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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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Arbeitsunfähig ist nicht gleich arbeitsunfähig

Samstag, 01. Mär 2014

Arbeitsunfähigkeit schützt, zumindest für einige Zeit, vor Kündigung und garantiert die Lohnfortzahlung. Das denken viele. Aufgepasst, es gilt nicht absolut!

Jeder Arbeitnehmer hatte schon mal eine Grippe, ein gebrochenes Bein oder sonst ein Leiden und war deswegen arbeitsunfähig. Während man als Bauarbeiter mit einem gebrochenen Bein für Monate ausfällt, kann man im Büro mit einem Gips am Bein relativ schnell wieder arbeiten.

Nicht so einfach ist die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit, wenn diese auf einen Arbeitsplatzkonflikt, auf Mobbing oder Leistungsdruck zurück zu führen ist. Typisch für diese Fälle ist, dass der Arbeitnehmer hier nur in Bezug auf seine konkrete Arbeitsstelle arbeitsunfähig ist. Ansonsten ist er aber arbeitsfähig. Er kann auch seinen Hobbys nachgehen und ist in seiner Freizeitgestaltung nicht eingeschränkt.

Ist ein Arbeitnehmer arbeitsunfähig, so muss der Arbeitgeber für eine gewisse Zeit den Lohn fortzahlen. Ebenso geniesst der Angestellte für eine gewisse Zeit Kündigungsschutz bei Krankheit. Die Dauer ist abhängig von der Länge seiner Betriebszugehörigkeit. Sinn und Zweck dieses Kündigungsschutzes ist es, einen arbeitsunfähigen Arbeitnehmer während dieser Zeit vor einer Entlassung zu schützen.

Bei einer arbeitsplatzbezogenen Arbeitsunfähigkeit ist der Arbeitnehmer nur an seiner Arbeitsstelle arbeitsunfähig, wie wir oben fest gestellt haben. Ansonsten ist er nicht eingeschränkt. Somit kann er sich bei einer allfälligen Entlassung auch ohne Einschränkungen umgehend um eine neue Arbeitsstelle bemühen. Aufgrund dieser Überlegung entscheiden die Gerichte in neuerer Rechtsprechung, dass bei einer arbeitplatzbezogenen Arbeitsunfähigkeit der Kündigungsschutz entfällt.

Eine ähnliche Praxis gibt es in Bezug auf die Lohnfortzahlung. Heute deckt bei einer allfälligen Krankheit des Arbeitnehmers fast überall eine Krankentaggeldversicherung den Lohnausfall. Im Falle einer arbeitsplatzbezogenen Arbeitsunfähigkeit setzen die Versicherungen den Arbeitnehmern eine Frist für einen Stellenwechsel. Verstreicht die Frist ungenutzt, wird die Leistung eingestellt.

Es gilt also festzuhalten: Eine blosse arbeitsplatzbezogene Arbeitsunfähigkeit entspricht rechtlich nicht einer ordentlichen Arbeitsunfähigkeit.

Alex Ertl, Rechtsanwalt, CAS Arbeitsrecht, Angestellte Schweiz

Dieser Beitrag basiert auf einem Aufsatz von Dr. Roger Rudolph und Dr. Adrian von Känel, publiziert in SJZ 106(2010) Nr. 15.

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