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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
  • Auszubildende bis 26 Jahre bezahlen Fr. 30.- pro Jahr.
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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Auch wer kein Deutsch spricht, muss sich nicht alles gefallen lassen

Freitag, 01. Feb 2013

Anushka Sharma kommt aus Indien.Schon seit 25 Jahren lebt sie in der Schweiz.Da sie fest in der indischen Subkultur verankert und eher schüchtern ist,kann sie immer noch kein Deutsch.Sie versteht nur das Rudimentärste,sprechen kann sie überhaupt nicht.

Aber dafür kann sie gut putzen. Seit sie eingewandert war, arbeitete sie im Kantonsspital Zürich als Reinigungsfachangestellte. Zwischenzeitlich wurde sie aufgrund ihrer guten Leistungen sogar befördert. Nun wollte eine neue Chefin andere Umgangsformen einführen. Sie verlangte, dass Anushka – in ihrer Freizeit und auf eigene Kosten notabene – Deutschkurse besuche. Diese folgte der Aufforderung nicht, was ihr während drei, vier Jahren stetige Kritik eintrug.

Um die missliebige Angestellte loszuwerden, griff die Chefin zu unfairen Methoden: Sie teilte sie plötzlich, ohne deren Einwilligung einzuholen, in die Abendputzkolonne um. Zudem reduzierte sie das Pensum von Anushka um 40%. Anushka suchte die Angestellten Schweiz auf. Wir rekurrierten gegen das Spital und Anushka gewann auf Grund eines Formmangels. Die Kündigung galt als wie nicht ausgesprochen. Anushka sollte, so könnte man meinen, ihre Stelle behalten dürfen. Aber die Chefin, erzürnt darüber, dass Anushka es gewagt hatte, sich gegen die Pensenreduktion zu wehren, entliess Anushka erneut umgehend. Die Kündigung wurde mit den eklatant schlechten Deutschkenntnissen begründet. Auch gegen diese Entlassung setzen wir uns für Anushka zur Wehr.

Anushka gewann auch diesen Rekurs. Es wurde festgestellt, dass das Kantonsspital Zürich sie nun zwar formell korrekt, aber missbräuchlich entlassen hatte. Leider bekommt Anushka ihre Stelle nicht wieder zurück. Aber zumindest konnten wir für sie eine Entschädigung erstreiten. Viel wichtiger als Geld aber ist das Urteil, welches klar festhält, dass das Spital Anushka missbräuchlich gekündigt hatte. Anushka Sharma, obwohl sie kein Deutsch spricht, muss sich nicht alles gefallen lassen. Zu Recht, wie im Urteil festgestellt wurde

Alex Ertl, Rechtsanwalt Angestellte Schweiz

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