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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

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Kündigung, was nun?

Samstag, 01. Jun 2013

René Kunz fühlt sich vom Pech verfolgt. Denn er liegt nicht nur mit Fieber im Bett, sondern hat heute auch noch die Kündigung erhalten und dies fünf Monate vor seinem 10 jährigen Jubiläum bei der Firma. Mit dem Jubiläumsgeschenk, das ihm gemäss Personalreglement zugestanden hätte, hatte er fest gerechnet. René Kunz versteht die Welt nicht mehr, wurde sowohl seine Arbeit als auch sein Verhalten im kürzlich erstellten Zwischenzeugnis nur gelobt. Verwirrt ruft er den Rechtsdienst der Angestellten Schweiz an und möchte wissen, ob der Arbeitgeber ihn einfach so vor die Tür stellen darf.

Keine Sperrfrist bei fristlosen Kündigungen

René Kunz war krank, als er die Kündigung erhalten hat. Zudem traf die Kündigung während der Sperrfrist für solche Kündigungen ein. Daher ist die Kündigung nichtig. Will der Arbeitgeber Herrn Kunz wirklich loswerden, muss er die Kündigung nochmals aussprechen, wenn jener wieder gesund ist bzw. die Sperrfrist abgelaufen ist. Nur für eine fristlose Kündigung aus wichtigen Gründen gelten keine Sperrfristen. Sie ist auch während der Krankheit des Arbeitnehmers gültig. Zudem sind Arbeitnehmer, die sich in der Probezeit befinden, nicht vor einer Kündigung während ihrer Krankheit geschützt.

Das Gesagte  gilt auch für Kündigungen, die während dem Militärdienst, Zivildienst, Dienst im Zivilschutz oder Unfall sowie während einer Schwangerschaft ausgesprochen werden. Nach einer Woche kehrt René Kunz gesund zum Arbeitsplatz zurück. Der Arbeitgeber hat seinen Fehler eingesehen und kündigt Herrn Kunz erneut. Die neue Kündigung ist nun gültig.

Kündigungsfrist durch OR geregelt

Möglicherweise hat der Arbeitgeber im vorliegenden Fall die Kündigung jedoch nur ausgesprochen, damit er das Jubiläumsgeschenk nicht ausbezahlen muss. Eine Kündigung aus einem solchen Grund wäre zwar gültig, jedoch missbräuchlich. René Kunz müsste beim Arbeitgeber gegen die Kündigung schriftlich Einsprache erheben und zwar bis zum Ablauf der Kündigungsfrist. Bis spätestens 180 Tage nach Ablauf des Arbeitsverhältnisses müsste er gegen den Arbeitgeber vor Gericht klagen. Auch eine missbräuchliche Kündigung beendet zwar das Arbeitsverhältnis, René Kunz hätte in einem solchen Fall jedoch Anspruch auf Schadenersatz.

Ist eine Kündigung weder nichtig noch missbräuchlich, ist zu prüfen, ob der Arbeitgeber die Kündigungsfrist eingehalten hat. Wenn diese Frist nicht schriftlich vereinbart wurde, ist die Kündigungsfrist durch das Obligationenrecht geregelt. René Kunz sollte sofort ein Zwischenzeugnis verlangen, das er mit den Bewerbungen während der Kündigungsfrist einreichen kann. Denn ein solches ist auf gewisse Weise sein Pass für die nächste Stelle.

Aktiv um neue Stelle bemühen

Nach Erhalt der Kündigung sollte er sich unverzüglich bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV) oder bei der Gemeinde persönlich melden und alle nötigen Dokumente wie den AHV-Ausweis, die Wohnsitzbescheinigung der Gemeinde, den Arbeitsvertrag, das Kündigungsschreiben, Zeugnisse der letzten Arbeitgeber, Bescheinigungen über persönliche Aus- und Weiterbildungen, Bewerbungsunterlagen, Nachweis der seit der Kündigung getätigten Arbeitsbemühungen mitnehmen. Beim RAV kann René Kunz die Arbeitslosenkasse frei wählen, ist dann während der ganzen Rahmenfrist jedoch an die Kasse gebunden. Das RAV wird ihn dann zu einem Informationstag einladen und zu einem späteren Zeitpunkt findet das Beratungs- und Kontrollgespräch statt.

René Kunz muss sich ab Kenntnisnahme der Kündigung aktiv um eine neue Stelle bemühen, d.h. auch schon während der Kündigungsfrist, ansonsten muss er eine Sanktion der Arbeitslosenkasse befürchten. Der Arbeitgeber muss ihm für die Stellensuche mindestens vier Stunden pro Woche zur Verfügung stellen, die sich auch in zwei mal zwei Stunden aufteilen lassen.

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