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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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Lohnnachgenuss sorgt für eine Sorge weniger

Donnerstag, 01. Jan 2015

Martina K. kommt bei einem tragischen Unfall ums Leben. Ihr Ehemann und die beiden kleinen Kinder sind nicht nur mit der unendlichen Trauer um die geliebte Ehefrau und Mutter konfrontiert, sondern kurzfristig auch mit finanziellen Problemen. Denn Martina K. kam vollumfänglich für den Unterhalt der Familie auf und die Hinterlassenenrenten der Sozialversicherungen werden zwar rückwirkend, aber mit einer gewissen Zeitverzögerung ausbezahlt. Trifft in einem solchen Fall den Arbeitgeber eine für die ehemalige Arbeitnehmerin stellvertretende finanzielle Unterstützungspflicht?

Mit dem Tod des Arbeitnehmers erlischt das Arbeitsverhältnis und damit grundsätzlich auch die Lohnfortzahlungspflicht. Gemäss Bundesgesetz haben die Hinterbliebenen gegenüber dem Arbeitgeber aber unter Umständen in zeitlich begrenztem Umfang einen Anspruch auf Lohnfortzahlung, den sogenannten Lohnnachgenuss.

Voraussetzung, Dauer und Höhe des Anspruchs

Hatte der Arbeitnehmer gegenüber einem Ehegatten, einem eingetragenen Partner oder minderjährigen Kindern eine Unterstützungspflicht, so hat der Arbeitgeber diesen gegenüber eine Pflicht auf Lohnnachgenuss. Sind weder ein Ehegatte, noch ein eingetragener Partner noch minderjährige Kinder vorhanden, so kommen andere Personen zum Zuge, denen gegenüber der verstorbene Arbeitnehmer Unterhalts- oder Unterstützungspflichten hatte.

Besteht ein Anspruch auf Lohnnachgenuss beträgt dieser in den ersten fünf Dienstjahren einen Monatslohn, bei längerer Anstellungsdauer zwei Monatslöhne. Die Höhe des Lohnnachgenusses setzt sich aus sämtlichen Lohnbestandteilen zusammen, wie zum Beispiel dem 13. Monatslohn, Provisionen oder Naturallohnanteilen oder regelmässigen Zulagen wie etwa für Nacht- oder Schichtarbeit. Für den Lohnnachgenuss müssen keine Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden. Es wird also der Bruttobetrag ohne Abzüge ausbezahlt.

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers

Mit der gesetzlichen Regelung des Lohnnachgenusses ist der Gesetzgeber der Fürsorgepflicht des Arbeitgebers nachgekommen. Er hat ein Instrument geschaffen, das den Arbeitgeber dazu verpflichtet, unterstützungsbedürftige Hinterbliebene in einer ersten kurzen Zeit finanziell zu unterstützen. Im vorliegenden Beispiel bietet der Lohnnachgenuss somit dem trauernden Ehemann und den Kindern für eine kurze Zeit ein Auffangnetz, das sie vor finanziellen Notsituationen schützt. Damit haben sie wenigstens eine Sorge weniger.

Bei Fragen zu diesem Thema hilft Ihnen der Rechtsdienst der Angestellten Schweiz gerne weiter.

lic. iur. Gila Fröhlich, Sozialversicherungsfachfrau, Rechtskonsulentin Angestellte Schweiz

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