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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

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Wann habe ich Anrecht auf ein Arbeitszeugnis?

Donnerstag, 01. Aug 2013

Gerda Rupf hat nach langjähriger Mitarbeit bei der Baum AG beschlossen, eine neue berufliche Herausforderung zu suchen und verlangt vom ihrem Arbeitgeber ein Arbeitszeugnis. Der Arbeitgeber ist der Ansicht, dass Arbeitnehmer erst bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses einen Anspruch auf ein Arbeitszeugnis haben und verweigert, Gerda Rupf ein solches auszustellen. Kann er das?

Er kann nicht! Das Obligationenrecht bestimmt, dass der Arbeitnehmer jederzeit vom Arbeitgeber ein Zeugnis verlangen kann, d.h. auch während der Dauer eines gültigen Arbeitsverhältnisses. Ein solches Zeugnis wird Zwischenzeugnis genannt. Das Zeugnis, das erst nach erfolgter Kündigung ausgestellt wird, ist das Abschlusszeugnis.

Gerda Rupf hat somit Anspruch auf ein Arbeitszeugnis. Sollte sich der Arbeitgeber weiterhin weigern, ein Zeugnis auszustellen, kann Gerda Rupf das Gericht anrufen. Zuständig ist das Gericht am Firmensitz oder Arbeitsort des Angestellten. Ein solcher Prozess ist in der Regel kostenlos.

Wann ein Zwischenzeugnis Sinn macht

Es empfiehlt sich, ein Zwischenzeugnis zu verlangen, wenn z.B. der direkte Vorgesetzte wechselt und ein gutes Verhältnis bestand. Man kann nicht wissen, ob die Zusammenarbeit mit dem neuen Vorgesetzten ebenfalls gut sein wird. Ein gutes Zwischenzeugnis könnte dann ein späteres schlechteres Zeugnis entkräften. Auch nach einer Beförderung ist es sinnvoll, vom Arbeitgeber ein Zwischenzeugnis zu verlangen.

Was in ein Arbeitszeugnis gehört und was nicht

Folgende Angaben sind in einem Arbeitszeugnis zwingend:

  • Vollständige Personalien des Arbeitnehmers
  • Name des Arbeitgebers
  • Dauer der Anstellung (genaue Daten)
  • Beschreibung der Aufgaben
  • Position des Arbeitnehmers, hierarchische Stellung
  • Beförderung und Versetzung mit Datum
  • Aussagen über das Verhalten des Angestellten
  • Aussagen über die Leistung des Angestellten

Der Grund der Vertragsauflösung darf gegen den Willen des Arbeitnehmers nicht angegeben werden. Wünscht der Arbeitnehmer jedoch die Angabe des Grundes, muss er ins Zeugnis aufgenommen werden.

Ein Arbeitszeugnis sollte der Wahrheit entsprechen und die Leistung des Arbeitnehmers objektiv beurteilen. Vermutungen und Verdächtigungen haben darin keinen Platz. Die Beurteilungen sollten einem allfälligen interessierten Arbeitgeber ein ganzheitliches Bild über das Wesen und die Leistung des Arbeitnehmers vermitteln. Einzelne Vorfälle gehören daher nicht ins Arbeitszeugnis.

Die Sprache des Arbeitszeugnisses soll klar und unmissverständlich sein. Sogenannte Codierungen sind unzulässig. Ein Arbeitszeugnis soll das wirtschaftliche Fortkommen des Arbeitnehmers nicht behindern. Es besteht jedoch kein Anspruch auf ein gutes Arbeitszeugnis. Ein Arbeitgeber, der ein gutes Zeugnis ausstellt, obwohl der Arbeitnehmer nicht gut gearbeitet hat, kann gegenüber einem neuen Arbeitgeber haftpflichtig werden. Entspricht ein Zeugnis nicht der Wahrheit, besteht die Möglichkeit, ans Gericht zu gelangen und eine Berichtigung zu verlangen. Auch dieses Verfahren ist in der Regel kostenlos. Es ist umstritten, wann der Anspruch auf ein Arbeitszeugnis verjährt. Es empfiehlt sich daher, spätestens fünf Jahre nach Auflösung des Arbeitsverhältnisses ein Zeugnis einzufordern.

Der Arbeitnehmer kann anstatt eines Zeugnisses eine Arbeitsbestätigung verlangen. Er kann auch beides gleichzeitig verlangen, d.h. ein Arbeitszeugnis und eine Arbeitsbestätigung. Eine solche Bestätigung enthält lediglich Angaben über die Art und Dauer des Arbeitsverhältnisses.

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