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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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Welchen Risiken dürfen schwangere Kellnerinnen ausgesetzt werden?

Sonntag, 01. Nov 2015

Sabine Meier arbeitet 100% als Kellnerin in einem Restaurant im Kanton Luzern. Sie ist im 5. Monat schwanger. Wie es in der Gastronomie üblich ist, arbeitet sie oft auch am Abend und bis nach Mitternacht. Ab 17 Uhr kommen überwiegend rauchende Gäste, Sabine Meier ist also ab dieser Zeit fast permanent Rauch ausgesetzt. Muss sie das einfach ertragen?

Sabine Meier fühlt sich zunehmend unwohl und erschöpft. Insbesondere das Arbeiten am Abend und in der Nacht machen ihr zu schaffen. Sie weiss, dass Spätschichten und Rauch schlecht sind für ihre Gesundheit und die ihres ungeborenen Kindes. Sie fordert ihre Arbeitgeberin deshalb auf, sie so einzuteilen, dass sie nicht mehr in den Abendschichten ab 17 Uhr arbeiten muss. Der Arbeitgeberin ist der Wunsch von Frau Meier ein Dorn im Auge, sie hat schlicht nicht genug Personal, um Sabine Meier nur noch in den Morgenschichten einzuteilen. Sie setzt sie deshalb nach wie vor auch in den Abendschichten ein.

Sabine Meier zweifelt daran, dass die diese Schichten wirklich leisten muss. Sie wendet sich an den Rechtsdienst der Angestellten Schweiz und fragt um Rat.

Restaurants sind Risikobetriebe

In Betrieben, in denen gefährliche oder beschwerliche Arbeiten ausgeführt werden, muss zum Schutz von schwangeren Arbeitnehmerinnen eine Risikobeurteilung vorgenommen werden. Unter gefährliche beziehungsweise beschwerliche Arbeiten fallen beispielsweise schädliche Körperhaltungen wie dauerndes Kauern, Beugen oder Strecken, das Bewegen schwerer Lasten, das Arbeiten unter Einwirkung schädlicher Stoffe etc. Die Arbeit als Kellnerin in einem Restaurant erfüllt die Voraussetzung eines Risikobetriebes für schwangere Arbeitnehmerinnen in mehrfacher Hinsicht. Es muss somit anhand einer Risikobeurteilung abgeklärt werden, welche der ausgeführten Arbeiten gefährlich oder beschwerlich sind für Sabine Meier und wie diese vermieden, beziehungsweise durch andere unbedenkliche Arbeiten ersetzt werden können.

Bedienung von rauchenden Gästen für Schwangere unzulässig

In unserem Fall stellt insbesondere das Bedienen von rauchenden Gästen ein Risiko für die Gesundheit von Sabine Meier und die ihres ungeborenen Kindes dar. Dies ist unzulässig. Sabine Meier kann das Arbeiten in den Raucherräumen verweigern. Die Arbeitgeberin muss ihr eine gleichwertige Arbeit anbieten, bei welcher sie keine rauchenden Gäste mehr bedienen muss. Kann ihr die Arbeitgeberin keine solche gleichwertige Arbeit anbieten, so hat Sabine Meier Anspruch auf 80% des Lohnes.

Dasselbe gilt für die Abend-, respektive Nachtarbeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr. Sabine Meier kann verlangen, dass sie für eine gleichwertige Tagesarbeit eingesetzt wird. Kann die Arbeitgeberin dies Sabine Meier nicht anbieten, so hat die Kellnerin ebenfalls Anspruch auf 80% des Lohnes.

Caroline Hasler, Rechtsanwältin Angestellte Schweiz

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