JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Ohne JavaScript funktioniert die Website nicht korrekt.

Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
  • Auszubildende bis 26 Jahre bezahlen Fr. 30.- pro Jahr.
Schliessen
  • angestellte teaser schmal

Aktuell

Nichts verpassen.

Up-to-date bleiben.

Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz: die entscheidende Rolle der Arbeitnehmervertretung

Dienstag, 07. Apr 2020
Arbeitgeber wie Arbeitnehmende sind gleichermassen für den Gesundheitsschutz verantwortlich
Der Arbeitgeber ist einerseits aufgrund seiner Fürsorgepflicht verantwortlich, Arbeitnehmende haben aufgrund ihrer Mitwirkungsrechte ein Mitspracherecht in allen Fragen des Gesundheitsschutzes. Die Rolle der Arbeitnehmervertretungen ist in  der Corona-Krise nun umso wichtiger, insbesondere in Bezug auf die Bereiche Gesundheitsschutz & Arbeitssicherheit.

 

 
In den Betrieben wurde aufgrund der Covid-19-Gesundheitskrise und gemäss Weisungen des BAG (Bundesamts für Gesundheit) Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden getroffen. Ihre Einhaltung und die Möglichkeit einer konsequenten Durchsetzung wurden insbesondere in der Industrie und im Bau viel diskutiert. Wie sieht die Rechtslage aus?

 

Arbeitgeber muss die Gesundheit seiner Mitarbeitenden schützen
Der Grundsatz, dass Arbeitgeber gegenüber ihren Mitarbeitenden eine Fürsorgepflicht haben, dürfte heutzutage selbstverständlich sein. Nichtsdestotrotz sei daran erinnert. Diese Pflicht basiert einerseits auf Art. 328 OR und andererseits auf Art. 6 Arbeitsgesetz (ArG). Hinsichtlich ihres Inhalts unterscheiden sich diese beiden gesetzlichen Grundlagen nicht wesentlich. Das Arbeitsgesetz sieht für Arbeitnehmende aber ausdrücklich eine aktive Rolle vor.

 

Angestellte haben eine wichtige Rolle im eigenen Gesundheitsschutz
Gemäss Art. 6 Abs. 3 ArG hat der Arbeitgeber die Arbeitnehmer für den Gesundheitsschutz zur Mitwirkung heranzuziehen. Diese sind sogar gesetzlich verpflichtet, den Arbeitgeber in der Durchführung der Vorschriften über den Gesundheitsschutz zu unterstützen. Konkret verfügen Angestellte über Mitwirkungsrechte in allen Entscheidungen des Arbeitgebers im Bereich des Gesundheitsschutzes.
Art. 48 ArG sieht für Arbeitnehmende bzw. Arbeitnehmervertretungen ein Mitspracherecht in allen Fragen des Gesundheitsschutzes vor. Das Mitspracherecht umfasst den Anspruch auf Anhörung und Beratung, bevor der Arbeitgeber einen Entscheid trifft, sowie auf Begründung des Entscheids, wenn dieser den Einwänden der Arbeitnehmer oder deren Vertretung im Betrieb nicht oder nur teilweise Rechnung trägt.
Im Rahmen der Coronakrise musste somit die Konkretisierung der Weisungen des BAG sowie weiterer Schutzmassnahmen auf Betriebsebene in aktiver und formeller Zusammenarbeit mit den Angestellten erfolgen.   
              
Mitwirkung der Angestellten im Betrieb betrifft nicht nur die Gesundheit
In der Schweiz sehen viele Gesamtarbeitsverträge weitere Informations-, Mitsprache und sogar Mitentscheidungsrechte für Arbeitnehmende und deren Vertretungen in verschiedensten Bereichen vor. In der Regel geht es dabei um bessere Betriebsabläufe sowie um die Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Allgemein bezeichnet man dies als Sozialpartnerschaft.
Die Rolle der Angestellten in der Sozialpartnerschaft beschränkt sich somit nicht auf die Gesundheit, sondern bezieht die Beschäftigten in unterschiedlichem Masse in Unternehmensentscheidungen und -strategien ein.

 

Aufforderung zur Erneuerung der Sozialpartnerschaft
Vor dieser Krise zog die Arbeitnehmervertretung aber vor allem in Zusammenhang mit Massenentlassungen Aufmerksamkeit auf sich – bei Geschäftsleitungen, Medien oder bei den vertretenen Arbeitnehmenden selbst. Dabei wurde diese Rolle oft weder klar verstanden, noch konnte sie mangels einer entsprechenden Kultur der Sozialpartnerschaft im Betrieb besonders effizient erfüllt werden.
Die Angestellten und die Arbeitnehmervertretungen werden sowohl während dieser Krise als auch bei der Neugestaltung der Post-Covid-19-Welt eine wesentliche Rolle spielen. Angesichts des Ausmasses dieser Herausforderung drängt sich eine Weiterentwicklung – oder sogar eine Neuerfindung – ihrer Rolle auf.  
Mit dem Ende der Quarantäne dürfen weder die neu gefundene Solidarität noch das Bewusstsein, wie wichtig Arbeitnehmende sind, vergessen werden. Ganz im Gegenteil muss auf die Solidarität aufgebaut werden. Sie ist unerlässlich, um den unvermeidlichen Schaden dieser Krise für unsere Wirtschaft zu bewältigen und die Herausforderungen, denen unsere Wirtschaft und Gesellschaft gegenüberzustehen, anzupacken. Beispielsweise, wenn es darum geht, der Klimakrise zu begegnen oder nachhaltigere Alternativen zum aktuellen Wirtschaftsmodell zu entwickeln. 
Die Sozialpartnerschaft – das heisst die Angestellten, deren Vertretungen, die Arbeitgeber, aber auch die Angestellten- und Arbeitgeberverbände – ist ein wesentlicher Faktor bei der Bewältigung dieser gigantischen Herausforderungen.
Die Angestellten Schweiz plädieren darum für eine Stärkung und Erneuerung der Sozialpartnerschaft in den Betrieben sowie in der Gesellschaft.
 
Angestellte Schweiz
Login
Kontakt
Suchen