JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Ohne JavaScript funktioniert die Website nicht korrekt.

Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
  • Auszubildende bis 26 Jahre bezahlen Fr. 30.- pro Jahr.
Schliessen
  • angestellte teaser schmal

Aktuell

Nichts verpassen.

Up-to-date bleiben.

Überwachung von Mitarbeitenden im Home-Office

Dienstag, 20. Okt 2020
Technisch sind die Überwachungsmöglichkeiten praktisch unbegrenzt
Jeder Computerbenutzer muss sich bewusst sein, dass der Einsatz von Computerhardware sehr detaillierte, präzise, dauerhafte und redundante Spuren hinterlässt. Aus rein technischer Sicht ist es deshalb vorstellbar, auch innerhalb eines Unternehmens Überwachungs-Werkzeuge einzusetzen, ohne dass die Mitarbeitenden dies überhaupt bemerken. Die schweizerische Gesetzgebung schützt jedoch recht wirksam davor und die internen Unternemensreglement sind rechtsverbindlich.

 

 
Arbeitgeber ist Inhaber einer Datensammlung
Der Arbeitgeber ist berechtigt, im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis verschiedenste personenbezogene Daten seiner Arbeitnehmenden zu sammeln und aufzubewahren, insbesondere zur Zahlung des Gehalts und zur Erfüllung seiner Sozialversicherungspflichten.
Als solcher gilt er gemäss dem Bundesgesetz über den Datenschutz (DSG) als Inhaber einer Datensammlung. Dabei hat er diverse sehr formelle rechtliche Verpflichtungen gegenüber seinen Mitarbeitenden. Sie regeln die Bearbeitung von Daten, die für die ordnungsgemässe Verwaltung des Arbeitsverhältnisses unerlässlich sind. Über die strenge administrative Verwaltung des Arbeitsverhältnisses hinaus unterliegt die Erhebung von Arbeitnehmerdaten diversen strengen Restriktionen.
Interne Unternehmensregeln sind rechtsverbindlich
Interne Vorschriften über die Verwendung von Daten, die über die Beschäftigten im Rahmen ihres Arbeitsverhältnisses erhoben und erzeugt werden, sind nicht nur für die ordnungsgemässe Verwaltung des Unternehmens erforderlich. Nach dem Grundsatz der Transparenz, dem der Inhaber einer Datensammlung gemäss Artikel 4 Absatz 4 DSG untersteht, erscheinen sie zwingend.
Diese Vorschriften müssen den Mitarbeitern zur Kenntnis gebracht werden, damit sie die Prozesse zur Erfassung und Bearbeitung ihrer Daten verstehen können. Die Arbeitnehmenden oder ihre Vertreter müssen auch ausdrücklich konsultiert werden, wenn der Arbeitgeber ein für das gute Funktionieren des Unternehmens erforderliches Überwachungs- und Kontrollsystem einrichten will (Artikel 5 und 6 ArGV3Art. 10 Absatz a Mitwirkungsgesetz).
Überwachung im Home-Office bzw. der Telearbeit unterscheidet sich nicht von Überwachung im Unternehmen
Es ist nachvollziehbar, dass ein Arbeitgeber seine internen Vorschriften über den Einsatz von IT-Tools und möglichen Überwachungswerkzeugen aktualisieren möchte, wenn er Telearbeit zu einer allgemeinen und dauerhaften Einrichtung macht. Dass die Arbeit normalerweise am Wohnort des Arbeitnehmers ausgeführt wird, kann zu zusätzlichen Vorsichtsmassnahmen seitens des Arbeitgebers bei der Verwaltung persönlicher Daten führen. Die Tatsache, dass die Angestellten nicht mehr ständig im Unternehmen tätig sind, erlaubt es dem Arbeitgeber jedoch im Prinzip nicht, deren Überwachung auszuweiten. Diese muss weiterhin in einem strikten Rahmen erfolgen.
So ist die Überwachung des Verhaltens von Mitarbeitenden nach Schweizer Recht grundsätzlich verboten. Artikel 26 der ArGV 3 verbietet dies ausdrücklich und setzt für mögliche Ausnahmen einen Rahmen. Eine solche Ausnahme besteht insbesondere dann, wenn gesetzliche Regelungen dem Arbeitgeber eine besondere Kontrolle auferlegen, wie dies im Bankensektor der Fall ist, der der Aufsicht der Finma untersteht. In jedem Fall verpflichten die Grundsätze der Verhältnismässigkeit und der Subsidiarität die Arbeitgeber, die am wenigsten übergriffige Überwachungsmethode zu wählen. Darüber hinaus sieht Artikel 328b des Obligationenrechts einen strengen Rahmen für die Bearbeitung von Personendaten der Mitarbeitenden vor.
Auslagerung der Überwachung nicht unbedingt illegal
Die Verwaltung der persönlichen Daten der Mitarbeitenden kann auch einer spezialisierten Drittfirma anvertraut werden, wie es bei der Verwaltung der Saläre sehr üblich ist. Andererseits kann eine Auslagerung ins Ausland gegen Schweizer Recht verstossen, wenn es um eine vertiefte Überwachung von Mitarbeitenden geht, handle es sich um Produktivitätsauswertungen oder mehr um personalisierte Überwachung. Man denke dabei an die unterschiedlichen Auffassungen zum Datenschutz in Europa und den USA. 
Die Bearbeitung von Personendaten ist Sache von Spezialisten
Wie oben erwähnt, sind sowohl die Arbeitnehmenden als auch deren Vertreter*innen im Falle einer beabsichtigten Einführung eines Überwachungssystems durch den Arbeitgeber berechtigt, akurate Informationen zu verlangen, die es ihnen ermöglichen, die Übereinstimmung des Überwachungssystems mit dem schweizerischen Recht zu beurteilen.
Es empfiehlt sich, den Rat von Expert*innen beim Datenschutz einzuholen. 
 
Angestellte Schweiz
Login
Kontakt
Suchen