Hire and Fire bei Grundfos
Nicht nur in der Produktion hat die Schweiz kürzere Spiesse, wie der Fall Grundfos zeigt.
Das Unternehmen hat vor drei Jahren mit viel Trarara in Cham ihren Schweizerischen Sitz eröffnet. 41 Personen aus der ganzen Welt, darunter auch rund 10 Schweizer, haben von der Schweiz aus den weltweiten Einkauf der Grundfos neu gestaltet. Der Kanton Zug hat sich für das Unternehmen ins Zeug gelegt. Dem Unternehmen war ein grosser Erfolg beschieden. Anscheinend konnten im Einkauf über 100 Millionen Franken eingespart werden.
Aus einer Konzernlogik heraus soll die Schweizerische Grundfos nun jedoch sämtliche Arbeitnehmenden in Cham entlassen, beziehungsweise die Arbeitnehmenden erhalten alternative Arbeitsplatzangebote in Dänemark und Ungarn. Es ist unrealistisch, dass viele darauf einsteigen werden. Bereits früher angekündigt wurde die Schliessung per Ende Jahr der Produktion der Grundfos Arnold in Schachen, einer Tochterfirma der Grundfos. Dort sind weitere rund 40 Angestellte betroffen.
Die Kündigungen sollen im Januar ausgeprochen werden. Spätestens im Juni soll das Licht gelöscht werden.
Obwohl die Grundfos-Angestellten in der Schweiz alle qualifizierte Fachkräfte sind, ist die Schliessung ein harter Schlag für die Betroffenen. Die Angestellten Schweiz verurteilen die kurzsichtige und angesichts des Erfolgs nicht nachvollziehbare Politik des Grundfos-Konzerns.
Die Arbeitnehmervertretung der Grundfos hat zusammen mit den Angestellten Schweiz einen guten Vorschlag für einen Sozialplan gemacht. Die Angestellten Schweiz fordern das Management von Grundfos auf, diesen Sozialplan ohne Wenn und Aber umzusetzen. Wenigstens dies sind sie den Angestellten schuldig!
Für Rückfragen
Christof Burkard, Leiter kollektives Arbeitsrecht Angestellte Schweiz, 079 768 58 98
Hansjörg Schmid, Kommunikation Angestellte Schweiz, 076 443 40 40