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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Alles spricht für deutlich mehr Lohn – Angestellte Schweiz fordern 2%

Samstag, 26. Aug 2017

Die Industrie hat sich vom Frankenschock erholt und profitiert vom Aufschwung in Europa. Deshalb sind kräftige Lohnerhöhungen angezeigt.

Der frühzyklische Charakter der Industrie ist in der Regel der Motor für die Gesamtwirtschaft, hat also auch einen positiven Einfluss auf die Binnenkonjunktur. Da die Prognosen von BAKBASEL für die nächsten Jahre positiver ausfallen als erwartet, fordern die Angestellten Schweiz Lohnerhöhungen bis 2%. Der Verband stützt sich dabei nicht nur auf die günstigen Branchenprognosen ab. Für spürbare Lohnerhöhungen sprechen auch das Wachstum der Produktivität, die deutliche Abschwächung des Frankens gegenüber dem Euro, der Fachkräftemangel und die anziehende Teuerung. Zu beachten ist auch, dass im letzten Jahr die Löhne um weniger als 1% angehoben wurden.

MEM-Industrie

BAKBASEL erwartet für die MEM-Industrie im laufenden Jahr eine Erhöhung der realen Bruttowertschöpfung um 2%, 2018 um 3,2% und 2019 um 2,8%. Die Arbeitsproduktivität soll zwischen 2,2% (Metallindustrie) bis 3,9% (Maschinenindustrie) wachsen. Die Angestellten Schweiz anerkennen, dass die einzelnen Branchen der MEM-Industrie unterschiedlich aufgestellt sind. Deshalb sind abgestufte Lohnerhöhungen zu akzeptieren. Der vom Frankenschock besonders gebeutelte Maschinenbau hat stark in die Automatisierung investiert, aber auch Arbeitsplätze verlagert. Dadurch konnte die Produktivität gesteigert werden – 2% mehr Lohn sind deshalb angemessen. Die Metallindustrie erholt sich etwas langsamer, aber mindestens 1,1% sind hier realistisch. Die Subbranchen Uhren und Datenverarbeitungsgeräte sowie Elektrische Ausrüstungen liegen dazwischen.

Chemie

Die internationale Konkurrenz und der Frankenschock haben der Branche stark zugesetzt. Trotzdem prognostiziert ihr BAKBASEL – erstmals seit 2011 – ein überdurchschnittliches und solides Wachstum. Die reale Bruttowertschöpfung soll im laufenden Jahr um 1,7% steigen, im nächsten Jahr gar um 2,1%. Die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ist auch ein Verdienst der Mitarbeitenden. Deren Löhne sollen zwischen 1,1 bis 1,8% erhöht werden.

Pharma

BAKBASEL attestiert der Schweizer Pharmaindustrie weiterhin grosses Wachstumspotenzial. Sie bleibt das Zugpferd der Wirtschaft, auch wenn Umstrukturierungen die Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland zur Folge hatten. Verschiedene Grossprojekte, die in der Schweiz geplant sind, zeigen aber, dass das Land weiterhin ein attraktiver Standort ist. Für die Jahre 2017 und 2018 kann deshalb von einem Wachstum der realen Bruttowertschöpfung von jeweils 4,4% ausgegangen werden. Die Zahl der Beschäftigten dürfte um 1% bzw. 1,3% im Jahre 2018 zunehmen. Gut qualifiziertes Personal ist gesucht. Deshalb und weil Nachholbedarf bei den Löhnen besteht, verlangen die Angestellten Schweiz für die Pharmabranche 2% mehr Lohn.

Die digitale Herausforderung gemeinsam gestalten

Die digitale Revolution und ihre Folgen für die Arbeitswelt und die Gesellschaft sind das bestimmende Thema der Zukunft. Die Industrie 4.0 wird den Strukturwandel in Richtung Dienstleistungsgesellschaft beschleunigen. Vieles, was bisher galt, wird in Frage gestellt. Gefragt sind mehr Eigenverantwortung und unternehmerisches Denken. Diese können aber nur entstehen, wenn Hierarchien flacher und die Strukturen in den Unternehmen agiler werden.

Die Digitalisierung bietet auch Chancen für mehr Selbständigkeit und Flexibilität in der Arbeit und einer besseren Vereinbarkeit mit dem Privatleben. Andrerseits erhöht sich die durch die ständige Erreichbarkeit und längere Arbeitszeiten die Belastung der Arbeitnehmer. Entsprechend unterschiedlich sind die Erwartungen und Anforderungen an die digitale Arbeitswelt. „Jetzt ist die Zeit gekommen, die beiden Seiten in Einklang zu bringen“, sagt Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz. Dazu sei der Dialog zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern unabdingbar. „Es genügt nicht, die Angestellten technisch weiterzubilden. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich auf gemeinsame Werte verständigen, wie die Arbeit der Zukunft auszusehen hat.“ Dabei müsse der Mensch im Mittelpunkt stehen, fordert Studer, „damit wir nicht zu Opfern oder gar Sklaven der Digitalisierung werden“. Für ihn ist auch klar: „Dank den Produktivitätsgewinnen durch die Digitalisierung muss Schluss sein mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland.“ Studer plädiert dafür, dass vielmehr die Verkürzung der Arbeitszeit zum Thema wird.

Forderungen an die Politik

Herausgefordert durch die Digitalisierung ist auch die Politik. Sie muss die Rahmenbedingungen richtig setzen und den Spagat schaffen zwischen dem Schutz der Erwerbstätigen und möglichst viel Freiraum für kreatives unternehmerisches Handeln. Und noch immer gilt: Das Bildungssystem muss den Anforderungen der Industrie 4.0 angepasst und weiterentwickelt werden. Nur so kann die Basis für das notwendige lebenslange Lernen geschaffen werden.

Forderungen an uns

Der Weiterbildung kommt zunehmend eine strategische Bedeutung zu. Sie vermittelt nicht nur neues Wissen und Fähigkeiten, sondern unterstützt auch die berufliche Mobilität und Flexibilität. Wir als Verband sind gefordert, unsern Mitgliedern noch mehr dabei zu helfen, ihre eigene Kompetenz zu stärken, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern. Die Angestellten wiederum sind aufgefordert, sich stärker zu engagieren – aus Selbstschutz und Eigenverantwortung.

 

Die Branchenprognosen von BAK Basel Economics AG finden Sie hier: MEM, Chemie/Pharma).

 

Für Rückfragen:

Stefan Studer, Geschäftsführer Angestellte Schweiz, 044 360 11 41, 079 621 08 19

Hansjörg Schmid, Kommunikation Angestellte Schweiz, 044 360 11 21, 076 443 40 40

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