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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
  • Auszubildende bis 26 Jahre bezahlen Fr. 30.- pro Jahr.
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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Gründungsversammlung Angestellte Schweiz

Donnerstag, 19. Jan 2006

Die Angestellten Schweiz brachten den Ball ins Rollen

„Leistung und Partnerschaft“, unter diesem Motto fand am Samstag, 14. Januar in Luzern die eindrückliche Gründungsversammlung der Angestellten Schweiz statt. Prominente Referenten wünschten dem neuen Verband Erfolg.

Der Ball kam am 14. Januar im Casino in Luzern ins Rollen: Nach zweijähriger Vorbereitung wurde am 14. Januar 2006 der neue Verband Angestellte Schweiz, ein Zusammenschluss der bisherigen Angestelltenverbände Angestellte Schweiz VSAM und VSAC, offiziell gegründet. Angestellte Schweiz organisiert rund 27 000 Angestellte und ist in den beiden wichtigsten Exportbranchen die stärkste Arbeitnehmerorganisation.

In einer Grussbotschaft zur Eröffnung der Gründungsversammlung wünschte der Sozialdirektor der Stadt Luzern den Angestellten Schweiz viel Glück bei ihrem Einsatz für eine soziale Schweiz.

Präsident, Vizepräsident und Vorstand einstimmig gewählt
Die Kandidatinnen und Kandidaten für das Präsidium und Vizepräsidium sowie den Vorstand, die sich in einem kurzen Film selber vorstellten, wurden alle ohne Gegenstimmen gewählt. Präsident ist Hanspeter Oppliger (bisher Präsident VSAM), Vizepräsident Benno Vogler (bisher Vizepräsident VSAM). Im Vorstand sind: Dr. Lionel Lecoq (bisher Präsident VSAC), Dr. Jakob Kuhn (bisher Vizepräsident VSAC), Henriette Brunner, Suzanne Steiner, Rosmarie Schlunegger, Andreas Vock, Erich Eggimann und Jürg Zanon.

Stärkung der Angestelltenbewegung
Hanspeter Oppliger, Präsident der Angestellten Schweiz, sieht die Angestelltenbewegung in der Schweiz dank der Neugründung gestärkt: „Ich bin überzeugt, dass der neue Verband vielen Angestellten sympathisch sein wird. Sie sind bei den Angestellten Schweiz einer Organisation angeschlossen, die ihre Interessen vertritt. Nicht extreme Positionen, sondern eine verlässliche, verantwortungsbewusste und realistische Interessenvertretung ist das Markenzeichen des neuen Verbandes.“

Nationalratspräsident Claude Janiak wünscht sich selbstbewussten Verband
„Dass sich die Angestellen der beiden wichtigen Wirtschaftszweige Maschinenindustrie und Chemie zusammentun, heisst, dass sie die Zeichen der Zeit erkannt haben“, sagte der Nationalratspräsident Dr. Claude Janiak in seinem Grusswort. Für ihn verkörpern die Angestellten die typisch schweizerischen Werte Qualität, Innovation, Zuverlässigkeit und Sorgfalt. Er betonte, dass es enorm wichtig sei, die Partnerschaft, wozu eben auch die Sozialpartnerschaft gehört, zu pflegen. Zur Sozialpartnerschaft gehöre aber auch, streiten zu können. Claude Janiak wünscht sich denn auch einen selbstbewussten Verband, der die Streitkultur pflegt und seine Interessen konsequent vertritt, der aber auch für Dialogbereitschaft steht.

Hugo Fasel: Angestelltenorganisation mit Punch
„Sie haben sich für Innovation entschieden“, sagte Nationalrat Hugo Fasel, Präsident von Travail.Suisse (Dachverband der Angestellten Schweiz), zu Beginn seines humorvollen Referats. “Mit dem Zusammenschluss von VSAM und VSAC entsteht eine Angestelltenorganisation mit Punch“, freute er sich.

Hugo Fasel stellte fest, dass sich „alte“ Verbände zunehmend politisieren, d.h. sich für die Arbeitsbedingungen ihrer Mitglieder öffentlich und lautstark einsetzen. Er unterstrich, wie wichtig daher das Netzwerk, die Kontakte zum Bundesrat, zu ParlametarierInnen und zu politischen Parteien sind, wie sie Travail.Suisse aktiv pflegt.

Mit Bezug auf das Schlagwort „stark“ sagte Hugo Fasel, dass es nicht genüge zu sagen, man sei stark. Man müsse auch stark sein wollen: „Mitgliederstärke heisst Einfluss und Macht. Das bedeutet aber auch, Verantwortung zu übernehmen.“ Ab diesem Tag sei der neue Verband auch politikreif und politikfähig. Damit habe er aber auch Erwartungen zu erfüllen. Erwartet würden zu aktuellen Problemen Lösungsvorschläge, Ideen.

Peter Hasler: Angestellte sind tragende Säule der Schweizer Wirtschaft
„Wir versprechen uns eine Stärkung der Stimme der Angestellten in der Schweiz. Wir brauchen diese Stimme, denn die Angestellten sind eine tragende Säule der Schweizer Wirtschaft.“ Diese Überzeugung äusserte der Direktor des Arbeitgeberverbandes, Dr. Peter Hasler, zu Beginn seiner Ausführungen. Das hinderte ihn aber nicht daran, die Arbeitnehmerseite in der Folge etwas zu provozieren.

Peter Hasler führte den ZuhörerInnen eindringlich vor Augen, welchen Herausforderungen wir uns in der heutigen Geselllschaft zu stellen haben. Z.B. der zunehmenden globalen Konkurrenz, der beschleunigten Geschwindigkeit, der zunehmend geforderten Mobilität und Flexibilität, dem Wettbewerb der Standorte oder dem Kampf um Ressourcen.

Für die Schweiz zog Peter Hasler in vielen Beziehungen eine negative Bilanz. Sie leide unter einer Wachstumsschwäche und der Staat wuchere immer mehr, wir seien in einem Reformstau. „Wir waren mal Spitze, aber das ist vorbei“, so sein Fazit. Es genüge aber nicht, durchschnittlich zu sein, warnte Peter Hasler. Ein Raunen im Publikum löste seine Forderung aus, wir müssten auf Grund der demographischen Entwicklung bis 71 arbeiten.

Zum Ende forderte Peter Hasler die ZuhörerInnen auf, nicht nur die Erwerbsarbeit wichtig zu nehmen, sondern auch freiwillige und soziale Tätigkeiten.

Jean-Daniel Gerber: Wir brauchen mehr wirtschaftliches Wachstum
Der Direktor des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco freute sich, dass wir im Moment in einer Phase des Wirtschaftswachstums befinden. „Aber sind 1,8% genug?“ fragte er. Und antwortete selbst mit „Nein, es ist nicht genug:“ Denn die anderen Länder holen im Vergleich zur Schweiz auf. Wir würden zwar nicht ärmer, aber ärmer im Vergleich zu den anderen. Er plädierte eindringlich für mehr Wachstum und betonte, dass der Bund mit seinem Wachstumsprogramm auf gutem Weg sei. Er wolle sich mit all seiner Kraft dafür einsetzen, die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, versprach Gerber.

Die Herausforderungen könnten nur gemeinsam gelöst werden, gab sich der Seco-Direktor überzeugt. Es brauche dazu auch eine starke Arbeitnehmerschaft.

Massimo Rocchi zeigte „Gschpüri“
Riesige Begeisterung und unzählige Lachsalven löste bei den ZuhörerInnen der bekannte Komiker Massimo Rocchi aus, der extra aus Berlin eingeflogen kam, um Ausschnitte aus seinem Programm „Circo Massimo“ zu präsentieren. Er sprang als vielsprachiger Meister des Wortwitzes gekonnt über diverse sprachliche Klippen und Abgründe. Dabei überspitzte er auf unheimlich komische Art die Mentalitätsunterschiede zwischen Italien und der Schweiz, Bern und Berlin oder Lausanne und Genf. Sein Running Gag war, dass man in der Schweiz eben einfach für alles ein „Gschpüri“ haben müsse. Als Bundesrat Blocher vermochte er ebenso zu überzeugen wie, ohne Worte, als Kamel. Der Applaus zum Schluss der rund 45-minütigen Volldampf-Vorstellung war verdientermassen warm und lange.

Moderne Dienstleistungen für Arbeitnehmende
Die Angestellten Schweiz präsentierten sich an der Gründungsversammlung als moderne Dienstleistungsorganisation für Arbeitnehmende. Sie verstehen sich nicht als Gewerkschaft. „Wir Angestellte sind eigenständig und unabhängig. Statt Zentralismus pflegen wir Autonomie und Individualität. Statt auf Ideologien setzen wir auf Sachverstand und Verhandlungsgeschick. Statt Konfrontation suchen wir Dialog und Win-Win-Lösungen. Statt Abhängigkeit fördern wir die Eigenständigkeit der Arbeitnehmervertretungen in den Betrieben“. Dies die Worte von Vital G. Stutz, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz.

Angestellte sind Mittelstand
Gemäss Vital Stutz verstehen sich die Angestellten Schweiz im Weiteren als Organisation des Mittelstandes. „Unsere Mitglieder bewegen Grossunternehmen, bauen Turbinen und entwickeln neue Medikamente. Sie forschen, planen, konzipieren und konstruieren, delegieren, führen und kontrollieren. Wir sind der Mittelstand, der arbeitet, mit unternimmt und Grosses bewegt. Was uns zusammenführt und verbindet, ist die Arbeit und die Zukunft der Arbeit im 21. Jahrhundert.“

Arbeitsmarktfähigkeit als zentrales Anliegen
Vital Stutz betont auch den zentralen Wert der Arbeitsmarktfähigkeit aller Angestellten: „Viele der Leistungen und Angebote der neuen Angestellten Schweiz sind darum auf die Beratung und Unterstützung der Angestellten, auf ihre Weiterbildung und Laufbahnförderung sowie auf ihre Gesundheit ausgerichtet.“

Angestellte sind Mitunternehmer
Lionel Lecoq, Branchenverantwortlicher für die Sparte Chemie/Pharma und ehemaliger Präsident des VSAC, unterstrich die Rolle der Angestellten als Mitunternehmer: „Die Arbeitgeber wissen, dass wir uns als Teil des Unternehmens betrachten. Wir engagieren uns proaktiv und erwarten, dass die Arbeitgeber den Angestellten die Verantwortung geben, die einer echten Sozialpartnerschaft entspricht.“

Lecoq hob als besondere Stärken der Angestellten Schweiz die Flexibilität, die demokratische Struktur hervor, die auf Föderalismus und nicht Zentralismus basiere: „Die Mitgliederverbände wissen, dass sie die Entscheidungen beeinflussen können und dass niemand sie zwingt, etwas zu tun, das sie nicht wollen.“

Zum Schluss der Veranstaltung wies Lionel Lecoq nochmals darauf hin, dass sich die Angestellten Schweiz als Vertreter des Mittelstandes verstehen und dessen Existenz als Basis einer stabilen Gesellschaft auch verteidigen wollen: „Deshalb kämpfen wir gegen die Auslagerung von Arbeitsplätzen und setzen uns für korrekte und faire Entlöhnungen ein. Auch darum müssen wir stark sein.“

Offen für neue Branchen
Die Angestellten Schweiz wollen sich in Zukunft übrigens nicht nur auf die beiden Branchen MEM und Chemie/Pharma beschränken. Sie sind vielmehr offen für Angestellte aller Branchen.

 

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