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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
  • Auszubildende bis 26 Jahre bezahlen Fr. 30.- pro Jahr.
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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Industrie wieder in Partylaune

Mittwoch, 25. Aug 2010

Referat von Stefan Studer, Geschäftsführer Angestellte Schweiz

Die Wirtschaftsschlagzeilen der letzten Wochen waren durchwegs positiv. Der Tenor lautete: Die Lage in der Industrie hat sich erholt und viele Unternehmen blicken optimistisch in die Zukunft.

Sogar das BAK Basel rechnet für 2011 mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts von 1,7%, für die Zeitspanne bis 2015 sogar mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 2,1%. Auch die Entwicklung des privaten Konsums wird vom BAK Basel positiv eingeschätzt. Und das ist besonders wichtig, weil der Konsum wiederum direkt von den Löhnen abhängig ist. Wer mehr verdient, kann auch mehr ausgeben. Eine Zurückhaltung an der Lohnfront würde somit den Konjunkturmotor Privatkonsum wieder völlig unnötig abwürgen.

Exportverdopplung in der chemisch-pharmazeutischen Industrie

Allen Unkenrufen zum Trotz hat die Schweizer Industrie ihr Geschäft mit dem Ausland in einer zunehmend globalisierten Welt erfolgreich gestaltet. In der chemisch-pharmazeutischen Industrie haben sich die Exporte allein in diesem Jahrzehnt verdoppelt! Auch in den MEM-Branchen ging es grundsätzlich aufwärts, auch wenn das Krisenjahr 2009 die guten Ergebnisse der vorangegangenen Jahre kompensiert hat. Das letzte Jahr war untypisch und wird sich nicht in dem Masse wiederholen. Die Zeichen für die Zukunft stehen günstig.

Die Schweizer Wirtschaft und speziell die Branchen (MEM und Chemie/Pharma), in denen die Angestellten Schweiz aktiv sind, haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie auf dem Weltmarkt erfolgreich bestehen können. Dies nicht zuletzt dank einem Mittelstand, der sich in der Vergangenheit mit seinen  Lohnforderungen zurückgehalten und dafür gesorgt hat, dass die Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben.

Fazit: Auch wenn an manchen Orten vorerst  nur mit Prosecco statt mit Champagner – die Pharmaindustrie hat notabene auch im Krisenjahr 2009 nicht darauf verzichtet – gefeiert wird, ist unübersehbar: Die Krise scheint überwunden, die Kamine rauchen wieder und es wird wieder Kohle gemacht!


Den Angestellten gebührt nun ein Stück vom Kuchen

Die Zeiten werden besser und damit ist es auch an der Zeit, dass es allen Beteiligten wieder besser geht. Gerade den Angestellten, die sich im schwierigen Krisenjahr „ins Zeug“ gelegt haben – ihnen, die in den letzten Jahren mit kleinen Häppchen, mit amuse bouche, abgespeist wurden – ihnen gebührt nun ein Stück vom Kuchen und nicht mehr nur die „Brösmeli“. Die Angestellten Schweiz fordern deshalb für das Jahr 2011 folgende Lohnerhöhungen:

MEM und Chemie:   XL
Pharma:                 XXL

Der Gürtel war lange genug eng geschnallt, jetzt gilt es, den Angestellten wieder Luft und mehr wirtschaftliche Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Konkret heisst dies:

Eine generelle substanzielle nominale Lohnerhöhung von 2 bis 4%.

Die Angestellten Schweiz wissen, dass diese Lohnforderungen XL und XXL nicht einfach ab der Stange angewendet werden können – da und dort braucht es Masskonfektion. Einzelne Unternehmen hinken der allgemeinen wirtschaftlichen Erholung hinterher – einzelne sogar an Krücken. Hier braucht es firmenspezifische Lohnanpassungen – allerdings immer nach dem gleichen Schema: zwei Nummern grösser!


Keine Fouls beim Berufseinstieg!

Die regelmässigen Mitgliederumfragen der Angestellten Schweiz zeigen deutlich, dass die Löhne der jüngsten Altersgruppe in den letzten Jahren nur noch wenig gewachsen sind. Offensichtlich versuchen die Arbeitgeber, die Löhne von neu in den Arbeitsprozess einsteigenden Angestellten von Anfang an zu drücken. Das hat System – und Folgen: Wer einmal im Lohnschema eingestuft ist, bleibt es mindestens solange er oder sie in der Firma bleibt. Zudem müssen sich junge Erwerbstätige immer häufiger mit befristeten Arbeitsverträgen zufrieden geben. Dies zeigt, dass es junge Menschen am Arbeitsmarkt schwieriger haben als andere. Die Angestellten Schweiz fordern deshalb Fairplay bei Einsteigerlöhnen.


Temporärarbeiter nicht ins Offside laufen lassen!

Unternehmen greifen vermehrt zum flexiblen Instrument der Temporärarbeit. Erfahrungsgemäss ist der Anteil an Temporärkräften in den Unternehmungen vor und nach einer Krise hoch. Arbeitende auf Zeit haben während der Krise besonders gelitten: sie wurden als erste entlassen und sollen jetzt wieder helfen die Nachfrage abzuarbeiten.
Auch Arbeitnehmende, die frühzeitig in Rente geschickt wurden, werden zurückgeholt. Ein Teil des aktuellen Aufschwungs wird mit genau den temporären Angestellten organisiert, die in der Krise zuvor ihre Arbeit verloren hatten. Sie sind von den Branchen-GAV ausgeschlossen und arbeiten daher unter schlechteren Bedingungen als die Festangestellten. Die Angestellten Schweiz fordern deshalb ebenfalls Fairplay für die Temporärangestellten


Begleitende Massnahmen zur Lohnerhöhung: Weiterbildung und Qualifikation

Die Industrie kann international nur dann erfolgreich bestehen, wenn sie ihre Angestellten fit hält für den globalen Wettbewerb. Investitionen in die Aus- und Weiterbildung stärken die Position der einheimischen Arbeitskräfte. Die Weiterbildungsbudgets der Unternehmen wurden in der Krise zurückgefahren. Innovation, Kreativität, Fachwissen und Schlüsselqualifikationen sind zwar nicht gratis zu haben, zahlen sich jedoch mehrfach aus.
Deshalb verlangen die Angestellten Schweiz als begleitende Massnahme zu ihren Lohnforderungen Investitionen in die Kompetenzstärkung der Angestellten.

Fazit: Die Modewelt hat den Sommer thematisch bereits hinter sich gelassen, in den Läden hängt längst die Herbst-Kollektion. Auch die meisten Arbeitnehmerorganisationen haben ihre Lohnvorstellungen für den Herbst/Winter 2010/11 platziert. Alle liegen dieses Mal mit tragbaren Forderungen nahe beisammen.

Für die Angestellten Schweiz ist 2011 die Mindestgrösse  XL- bis XXL das Mass aller Dinge. Dies gilt sowohl für das Lohncouvert als auch für den Bildungsrucksack. 
 

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