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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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Klimawandel jetzt! Fertig mit der Vertröstungstaktik: Angestellte Schweiz fordern bis zu 2,3 Prozent mehr Lohn

Montag, 06. Aug 2018

Der Industrie in der Schweiz läuft es deutlich besser als andern Wirtschaftszweigen. Dies zeigen die makroökonomischen Wirtschaftsdaten zum Wachstum und zur Arbeits-produktivität in den Branchen MEM und Chemie/Pharma gemäss den Erhebungen von BAK Economics. Daraus leiten wir die Forderung nach spürbaren Lohnerhöhungen ab. Für die Industrie fordern die Angestellten Schweiz bis zu 2,3 Prozent mehr Lohn.

Die Industrie-Angestellten lassen sich nicht weiter vertrösten, nachdem sie in den letzten zehn Jahre Fitnesskuren geschluckt und teilweise längere Arbeitszeiten in Kauf genommen haben. Drei weitere Gründe sprechen für Lohnerhöhungen: Der sich weiter akzentuierende Fachkräftemangel, die für 2019 erwartete Teuerung von 0,8% sowie der Nachholbedarf seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008.

Auch Angestellte sollen etwas vom Dividendensegen haben

Ein Nachholbedarf ergibt sich auch aus den deutlich höheren Ausschüttungen von Dividenden. Gemäss einem Bericht der Sendung Rendez-vous auf Radio SRF vom 16. März 2018 wollen die 120 grössten börsenkotierten Unternehmen der Schweiz 47 Mil-liarden Franken an Dividenden auszahlen – rund dreimal mehr als vor zehn Jahren. Die Zahlen basieren auf Schätzungen der Privatbank Pictet. Die Angestellten Schweiz fordern, die Beschäftigten stärker an dieser Gewinnausschüttung zu beteiligen, sei es über Aktiengeschenke oder der Ausgabe von Aktien zu einem Vorzugspreis.

MEM-Industrie

Die MEM-Industrie konnte die Bruttowertschöpfung gemäss BAK Economics im letzten Jahr um 3,5% steigern, 2018 sollen es sogar 5,1% werden. Auch im nächsten Jahr soll das Wachstum in der MEM-Industrie immer noch 3,4% betragen. Wie sich die Arbeits-produktivität im Vergleich zum Nominallohn in den Subbranchen über bestimmte Zeit-räume entwickelt hat und im nächsten Jahr entwickeln soll, ist aus der Tabelle ersichtlich.

Tabelle 1      Entwicklung über verschiedene Zeiträume MEM

 

2019

2009-2018

2001-2018

Nominal-lohn

Arbeits-prod.

Nominal-lohn

Arbeits-prod.

Nominal-lohn

Arbeits-prod.

MEM-Industrie

2.0%

3.0%

0.8%

1.5%

0.6%

1.2%

Metallindustrie

1.5%

1.9%

0.6%

0.8%

0.6%

0.4%

Datenverarbeitungsgeräte und Uhren

2.1%

3.3%

1.1%

1.5%

0.9%

1.3%

Elektrische
Ausrüstungen

1.4%

2.2%

0.6%

0.6%

0.4%

0.9%

Maschinenbau

2.3%

3.1%

0.7%

2.3%

0.5%

1.4%

Bemerkungen: Arbeitsprod. = Nominale Arbeitsproduktivität. Durchschnittliche Zuwachsraten in % p.a.
Quelle: BAK Economics

 

Die Angestellten Schweiz anerkennen, dass die einzelnen Branchen der MEM-Indus-trie unterschiedlich aufgestellt sind und sich unterschiedlich entwickelt haben. So war das Produktivitätswachstum bei den Elektrischen Ausrüstungen seit der Krise gleich hoch wie das Lohnwachstum. Der Arbeitsmarkt ist zudem, auf Grund des massiven Stellenabbaus bei General Electric, weniger angespannt. Deshalb ist hier eine Lohn-forderung von 1,4% angemessen. Für die anderen Subbranchen sollen die Lohnstei-gerungen aber bei 2% oder darüber liegen. Bis zu 2,3% sind in Unternehmen angemessen, die voll vom Aufschwung profitieren.

Chemie/Pharma

Auch die Branche Chemie/Pharma ist auf solidem Wachstumskurs. Die reale Brutto-wertschöpfung stieg 2017 um 4,3%. Für dieses Jahr prognostiziert BAK Economics sogar 6,0% und für 2019 4,6%. Ebenso solide sehen die Zahlen für die Arbeitspro-duktivität aus, wie die Tabelle zeigt.

Tabelle 2      Entwicklung über verschiedene Zeiträume Chemie/Pharma

 

2019

2009 – 2018

2001 - 2018

Nominal-lohn

Arbeits-prod.

Nominal-lohn

Arbeits-prod.

Nominal-lohn

Arbeits-prod.

Chemie
/Pharma

1.8%

2.3%

1.6%

1.6%

1.4%

3.9%

Arbeitsprod.= nominale Arbeitsproduktivität, Durchschnittliche Zuwachsraten in % p.a.
Quelle: BAK Economics

 

Für einmal läuft es sowohl in der chemischen als auch in der pharmazeutischen Sparte sehr gut. Die chemische Industrie konnte ihre Exporte bereits im ersten Quartal um 5,3% steigern. Der Pharmaindustrie werden neue Produktionsanlagen 2018 und 2019 weiteren Schwung verleihen. Die Angestellten Schweiz fordern deshalb sowohl für die chemische wie für die pharmazeutische Industrie Lohnerhöhungen von 1,8%.

Angestellte wollen Sicherheit, Zukunftsperspektiven und Raum für Entfaltung

«Früher mussten sich die Arbeitnehmer um eine Stelle in einem Unternehmen bewerben. Heute müssen sich eher die Unternehmen um die Arbeitnehmer bewerben, wenn sie die besten wollen.» Dies sagte Joe Kaeser, der Vorstandsvorsitzende des Siemens-Konzerns, sinngemäss anlässlich des Swissmem-Industrietags vom 19. Juni 2018. Die Aussage zeigt, dass Angestellte, die viel zu geben bereit sind, auch viel vom Arbeitgeber erwarten.

„Der moderne Angestellte möchte an seinem Arbeitsplatz nicht in ein enges Korsett gezwängt werden, er möchte weitgehend selbstbestimmt sein, seine Arbeit frei und kreativ gestalten und sich am Arbeitsplatz entfalten und weiterentwickeln können“, sagt Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz. „Dazu braucht es flexible Arbeitsmodelle, welche den Angestellten ermöglichen, über ihre Arbeitszeit möglichst autonom bestimmen zu können. Sie sollen auch eine Wahloption für kürzere Arbeits-zeiten haben. Weiter sind gut ausgestattete, moderne Arbeitsplätze gefragt, ebenso wie gute und leicht zugängliche Weiterbildungsmöglichkeiten.“

Um sich ohne stete Sorgen entfalten zu können, wollen die Angestellten auf der anderen Seite aber auch Zukunftsperspektiven und eine gewisse Sicherheit in Bezug auf den Lohn, den Arbeitsplatz und die Arbeitsbedingungen. Wenn die Arbeitgeber eine Kultur der Diversität, der Integration und der Förderung und persönlichen Entwicklung der Angestellten schaffen, werden sie mit Mitunternehmenden belohnt, die sich für die Unternehmensziele kräftig ins Zeug legen und die auch wieder mehr Loyalität gegenüber dem Unternehmen zeigen werden.

Der Verband für die «Arbeitskraftunternehmer»

Die klassische, unbefristete Anstellung mit Monatslohn wird wohl schon in näherer Zu-kunft nur noch eine von vielen möglichen Beziehungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern sein. Diese Beziehungen werden auch einem steten Wandel unterworfen sein. Eines aber soll konstant bleiben: Die Angestellten Schweiz sind der Ansprech-partner für alle, die arbeiten. «Wir richten unser Angebot neu gezielt auf die „Arbeits-kraftunternehmer“ aus – egal, in welcher Beziehung sie zu einem Arbeitgeber oder zu anderen Arbeitskraftunternehmern stehen», sagt Stefan Studer. «Jeder, der im Arbeits-leben steht, kann von unseren Kompetenzen profitieren, sei es in der Rechtsberatung, in der Weiterbildung, in der Kommunikation oder bei Angeboten von Versicherungen und Krankenkassen.» Die Angestellten Schweiz sind zudem Partner zweier innovativer Angebote für die Arbeitskraftunternehmer. Mit Informa können Sie ihren Berufsab-schluss rasch, unkompliziert und mit beschränktem Aufwand auf den neusten Stand bringen. Auf good-jobs.info finden sie einen Job, der sozialen oder ökologischen Kriterien genügt.

Die Branchenprognosen von BAK Economics AG finden Sie online:

Ein Bild von Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz finden Sie hier.

Für Rückfragen:

Stefan Studer, Geschäftsführer Angestellte Schweiz, 044 360 11 41, 079 621 08 19

Virginie Jaquet, Kommunikation Angestellte Schweiz, 044 360 11 43

Die Angestellten Schweiz sind seit bald 100 Jahren die Stimme der Angestellten aus dem Mittelstand und vertreten deren Interessen in der Politik wie in Unternehmen.

Der Verband setzt sich sozialpartnerschaftlich, konstruktiv und zuverlässig für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und sichere Arbeitsplätze ein – zum Wohl von Gesellschaft und Wirtschaft.

Ihren Mitgliedern bieten die Angestellten Schweiz zudem ein umfassendes, auf persönliche Bedürfnisse angepasstes Angebot an Weiterbildungen, Beratungen, Dienstleistungen und Informationen – für das persönliche Weiterkommen jedes Einzelnen.

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