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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
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Lohnforderungen der Angestellten Schweiz - Arbeitsplätze, Einkommen, Arbeitsbedingungen sichern

Donnerstag, 17. Sep 2009

Die weltweite Wirtschaftskrise hat die Industrie besonders hart getroffen. Die Aufträge sind massiv eingebrochen. Viele Stellen wurden bereits abgebaut, weitere sind akut gefährdet. In einer solch ausserordentlichen Situation ist klar: Nun muss es in erster Linie darum gehen, die Arbeitsplätze in den Branchen Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie sowie Chemie/Pharma zu sichern.

Die Industrie ist an der globalen Wirtschaftskrise nicht schuld. Die Unternehmen der Branchen MEM und Chemie/Pharma sind bestens aufgestellt und absolut konkurrenzfähig. Die Angestellten Schweiz sehen keine Notwendigkeit, grossflächig Stellen abzubauen. Dennoch ist die Industrie in einer schwierigen Lage, weil sie die Fehler der Finanzbranche mit ausbaden muss. Die Lohnforderungen der Angestellten Schweiz nehmen sowohl Rücksicht auf den Erhalt der Arbeitsplätze wie auch die Krisensituation.

Noch ist unklar, wie sich die wirtschaftliche Lage der Unternehmen entwickeln wird

Für die beiden Branchen MEM und Chemie als Gesamtes lässt sich aus Sicht der Angestellten Schweiz im Moment nur sehr schwer sagen, ob es noch weiter abwärts oder bald wieder aufwärts geht – und wie schnell. In beiden Branchen gibt es Unternehmen, die eine sehr gute Auftragslage und solche, die eine schlechte oder sehr schlechte haben. Die meisten Unternehmen der MEM-Industrie und der Chemie leiden momentan jedoch stark unter der Krise, besser sieht es für die Pharmaindustrie aus. Die Auftragslage in der Chemiebranche ist recht gut und es wird erwartet, dass sich die Geschäftslage nicht mehr verschlechtert und die Exporte wieder anziehen. In der MEM-Industrie gibt es einige Silberstreifen am Horizont.


Angestellte Schweiz setzen Prioritäten bei diesjähriger Lohnrunde anders

In einer einschneidenden Wirtschaftskrise wie der jetzigen stehen für die Angestellten Schweiz nicht die Lohnerhöhungen im Vordergrund, sondern die Sicherung der Arbeitsplätze, die Solidarität und das Vertrauen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern. Sie setzen darum bei der Lohnrunde 2009 / 2010 nicht in erster Linie beim Lohn selbst an, sondern stellen Forderungen auf, welche dazu beitragen sollen, sowohl die Arbeitsplätze als auch die Arbeitsbedingungen und die Einkommen nachhaltig zu sichern.

Für die Angestellten Schweiz sind deshalb in der aktuellen Situation die folgenden Anliegen von zentraler Bedeutung:

  • Sicherung der Arbeitsplätze in den beiden Branchen MEM und Chemie/Pharma in der Schweiz
  • Erhalt der Kaufkraft und damit indirekt auch der sozialen Sicherheit
  • Verbesserung der Arbeitsbedingungen

Vorläufiger Verzicht auf Lohnerhöhungen – unter Bedingungen
Wenn es diesen Anliegen dienlich ist und es nicht anders geht, sind die Angestellten der Branchen MEM und Chemie/Pharma bereit, über einen vorläufigen Verzicht auf Lohnerhöhungen zu diskutieren. Die Betonung liegt auf vorläufig, denn es war den Angestellten Schweiz schon immer ein Anliegen, vernünftige und der aktuellen wirtschaftlichen Lage angemessene Lohnforderungen zu stellen. Ein solch befristeter Verzicht auf Lohnerhöhungen seitens der Angestellten muss aber an klare Bedingungen geknüpft werden.

Eine Reduktion der Löhne darf kein Thema sein, auch nicht im Falle einer Negativteuerung. Gegen Lohnkürzungen spricht allein schon, dass die Unternehmen der Branchen MEM und Chemie/Pharma bei der letzten Lohnrunde schon stark auf die Bremse gedrückt haben. Lediglich wenn sich Unternehmen in existenzbedrohenden Situationen befinden, ist eine Reduktion der Löhne für die Angestellten Schweiz tolerierbar.

Trotz Krise gibt es Unternehmen, in denen die Geschäfte sehr gut laufen. In diesen Unternehmen ist es fair und angemessen, den Mitarbeitenden eine Lohnerhöhung zu gewähren. Aufgefordert sind auch die Unternehmen, welche in der letzten Lohnrunde keine Lohnerhöhung gewährt haben.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben
Mit ihrem teilweisen Verzicht auf Lohnerhöhungen durchbrechen die Angestellten das gewohnte Muster. Sie erwarten von den Arbeitgebern, dass auch sie neue Wege beschreiten und Fairplay walten lassen. Eine Erhöhung der Löhne muss sofort wieder ins Auge gefasst werden, sobald der Aufschwung in Fahrt kommt. Dies kann auch unter dem Jahr sein.

Dass die Löhne bald wieder steigen müssen, steht für die Angestellten Schweiz ausser Zweifel. Es besteht seit Jahren Nachholbedarf, weil sich die Reallöhne im Vergleich zur Produktivität nur sehr bescheiden entwickelt haben.

Die Forderungen der Angestellten Schweiz

Die Angestellten sind bereit, auf eine Lohnerhöhung zu verzichten, wenn dafür Arbeitsplätze erhalten werden können und wenn Massnahmen umgesetzt werden, die ihre Einkommen und ihre Arbeitsbedingungen nachhaltig sichern.

Die Angestellten Schweiz stellen konkret die folgenden Forderungen an die Arbeitgeber und an die Politik:

  • Die Unternehmen sollen wenn immer möglich auf Entlassungen verzichten. Unternehmen, die sich sozial verhalten und statt auf Entlassungen auf Kurzarbeit, flexible Arbeitszeitmodelle, Sabbaticals oder auf unbezahlte Ferientage setzen, müssen belohnt werden. Die Krise darf nicht zum Anlass genommen werden, um Arbeitsplätze ins Ausland zu verlagern.
  • Die Politik ist aufgefordert, Unternehmen, die ihre Mitarbeitenden halten, Zugang zu Mitteln verschaffen, damit diese optimale Rahmenbedingungen für die Arbeit ermöglichen und sich dadurch fit für den sich abzeichnenden Aufschwung machen können.
  • Ein wirkungsvolles Mittel, um die Krise zu überstehen, ist die Kurzarbeit. Die Angestellten Schweiz stehen hinter der Forderung, die Kurzarbeit vorübergehend auf 24 Monate zu verlängern.
  • Die Unternehmen sind aufgefordert, ihren Angestellten auf der Ebene von nicht (direkt) geldwerten Leistungen etwas zu bieten, seien dies Sanierungsbeiträge in die Pensionskasse oder Massnahmen zur Förderung der Gesundheit oder der Arbeitsmarktfähigkeit mit gezielten Weiterbildungsangeboten.
  • Bei Revisionen der Sozialversicherungen ist auf zusätzliche Belastungen der Löhne zu verzichten, da dies einerseits die Arbeit verteuert und andererseits die Kaufkraft schmälert.
  • Die Arbeitgeber sollen Hand dazu bieten, Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Gesamtarbeitsverträgen festzuschreiben. Zudem ist es Aufgabe der Unternehmen dafür zu sorgen, dass sie stets über aktuelle Sozialpläne verfügen.

Für Rückfragen:
Stefan Studer, Geschäftsführer Angestellte Schweiz, Tel. 044 360 11 11,
Natel 079 621 08 19

Hansjörg Schmid, Leiter Kommunikation Angestellte Schweiz,
Tel. 044 360 11 21, Natel 076 443 40 40

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