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Pavatex macht in der Schweiz dicht und entlässt über 70 Angestellte – ohne Sozialplan, der den Namen verdient

Dienstag, 16. Apr 2019

Schon wieder ist der Schweizer Werkplatz das sozialpolitische Überlaufbecken im europäischen Umfeld. Die Eigentümerin Soprema und die Geschäftsleitung der Pavatex wollen sich billig aus der Verantwortung stehlen. Man produziert lieber in Frankreich, wo den Arbeitnehmenden im gleichen Falle mehrere Jahreslöhne über einen Sozialplan zustehen.

Die Angestellten Schweiz wurden von verschiedenen ihrer von der Kündigung betroffenen Mitglieder informiert. Am 14. April 2019 wurde im Betrieb bekanntgegeben, dass der Eigentümer keine weiteren Mittel in den Sozialplan einschiessen will.

Bereits am 7. Januar 2019 gab die Geschäftsleitung der Pavatex zusammen mit dem Mutterhaus Soprema aus Frankreich die Schliessung der Pavatex-Niederlassung in Cham bekannt. „Pavatex“ ist in der Schweiz und in den Nachbarländern ein Begriff für hochwertige Dämmstoffe. Viele wissen gar nicht, dass das Schweizer Unternehmen seit 1936 kontinuierlich hochwertige Materialien herstellt. Pavatex ist auf dem Gebiet der Holzweichfaserdämmstoffe laut dem Wirtschaftsmagazin Bilan Marktführer und verfügt in der Schweiz über einen Marktanteil von über 50 Prozent. Ebenfalls Marktführer bei Holzweichfaserdämmstoffen für die Gebäudehülle ist das Unternehmen in Deutschland, Österreich, Italien sowie in Frankreich.

Das Problem ist, dass die Pavatex zwei Produktionswerke betreibt: eines in Cham (ZG) und seit 2012 eines in Golbey (Frankreich). Daneben gibt es Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Frankreich und Grossbritannien sowie Beteiligungen an Gesellschaften in Italien und Japan. In das Werk Golbey wurden noch 2012 über 60 Millionen Franken investiert. Als erstes Schweizer Unternehmen überhaupt ist Pavatex zudem Inhaber einer Umwelt-Produktdeklaration (EPD). 2016 wurde Pavatex von Soprema übernommen, einem französischen Unternehmen der Baustoffindustrie.

Keine echten Verhandlungen

Wie bereits bei den Papierfabriken SAPPI/Biberist und Borregard/Attisholz beobachtet, dauert die Anstandsfrist bei Fällen, in denen ausländische Eigentümer Produktionsstätten in der Schweiz übernehmen, wenigeJahre. Dann wird die Schweizer Produktion geschlossen. Nur: Im Gegensatz zu den Papierfabriken, in denen ein Sozialplan ausgehandelt wurde, der den Namen verdient, weigert sich im vorliegenden Fall das Management, echte Verhandlungen aufzunehmen. Bis jetzt wurde nur ein Billigsozialplan vorgelegt. Der Sozialplan hält dem Vergleich mit der Papierbranche auch nicht im Ansatz stand.

Die Angestellten von Pavatex haben etwas Besseres verdient. Zahlreiche langjährige Arbeitnehmer müssen sich neu orientieren. Viele von Ihnen haben keinen Berufsabschluss und werden grosse Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt haben. Viele haben lange Jahre Schichtarbeit geleistet und ihre Gesundheit ruiniert. Es gibt genügend Beispiele von Sozialplänen der Papierfabriken in der unmittelbaren Umgebung, die fair sind.

Dass die Geschäftsleitung ohne Kompass agiert zeigt sich darin, dass im letzten Jahr noch mehrfach grössere Investitionen getätigt wurden. Eine angepasste Weiterführung des Betriebs wäre auf Grund der grossen Marktdurchdringung sicher möglich.

Forderungen der Angestellten Schweiz

Die Angestellten Schweiz fordern eine Aufnahme von echten Verhandlungen. Dabei muss der Personalverband beigezogen werden. Die Angestellten Schweiz behalten sich vor, eine Betriebsversammlung einzuberufen, an der eine Abstimmung über das weitere Vorgehen durchgeführt wird.

 

Für Rückfragen:

Christof Burkard, Leiter Sozialpartnerschaft Angestellte Schweiz, Tel. 079 768 58 98

 

Die Angestellten Schweiz sind seit 100 Jahren die Stimme der Angestellten aus dem Mittelstand und vertreten deren Interessen in der Politik wie in Unternehmen.

Der Verband setzt sich sozialpartnerschaftlich, konstruktiv und zuverlässig für gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und sichere Arbeitsplätze ein – zum Wohl von Gesellschaft und Wirtschaft.

Ihren Mitgliedern bieten die Angestellten Schweiz zudem ein umfassendes, auf persönliche Bedürfnisse angepasstes Angebot an Weiterbildungen, Beratungen, Dienstleistungen und Informationen – für das persönliche Weiterkommen jedes Einzelnen.

Weitere Informationen unter www.angestellte.ch

Ab dem 1. Dezember 2018 feiern wir unser 100-Jahr-Jubiläum mit besonderen Angeboten.

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