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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Algorithmen greifen nach Bürojobs

Montag, 02. Nov 2015

Wenn Sie am Morgen ins Büro kommen, ist er immer schon da und arbeitet auf Hochtouren. Er ist in vielen Bereichen schneller und effizienter als Sie. Er hat nie frei, braucht keine Nahrung und verdient keinen Rappen. Ihr neuer Arbeitskollege, der Algorithmus. Nimmt er Ihnen bald die Arbeit ab?

Die britischen Forscher Carl Benedikt Frey und Michael Osborne haben untersucht, welche Jobs dem Computer zum Opfer fallen könnten. Sie gehen davon aus, dass in den USA 47 Prozent aller Beschäftigten in Berufen arbeiten, die wegen der Digitalisierung in den nächsten 20 Jahren mit grosser Wahrscheinlichkeit verschwinden werden. Akut gefährdet sind zum Beispiel Telefonverkäufer, Versicherungsagenten, Uhrmacher, Buchhalter oder Gerichtsschreiber. (Weitere Beispiele und mehr zur Studie finden Sie im Apunto 1/2015 auf den Seiten 9 und 10. Es trifft also längst nicht mehr nur die Niedrigqualifizierten, sondern die breite Masse, den Mittelstand.

Ob es so schlimm kommt, wird kontrovers diskutiert. Das Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW sei zum Ergebnis gekommen, dass nur 12 Prozent der Beschäftigten in Deutschland von der Automatisierung betroffen sein werden, war im Stern nachzulesen. „Dass Algorithmen die Büros entvölkern, ist weit unwahrscheinlicher als die Notwendigkeit, Büroangestellte mit monotonen Aufgaben fit zu machen für die vernetzte Industrie“, sagt Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Das Bildungssystem müsse allerdings ein hohes Qualifikationsniveau der Beschäftigten sicherstellen.

Wenn langweilige Jobs in Zukunft von Computern und Maschinen ausgeführt werden, kann dies auch eine Chance sein: Die Menschen haben dann wieder mehr Zeit füreinander und sie müssen keine menschenunwürdige Arbeit erledigen. Der Zukunftsforscher Georges T. Roos geht davon aus, dass der Mittelstand sogar gestärkt wird: „Er ist gut gebildet und führt anspruchsvolle Tätigkeiten aus“, sagt er im Interview im Apunto 1/2015 (Seite 10).

Sicher ist: Die Algorithmen sind schon da und greifen nach den Bürojobs. Der Super-Computer Watson von IBM etwa hat schon Funktionen eines Call Centers übernommen. Sie werden Ihren Ärger über Werbeanrufe wohl bald schon an einem Computer und nicht mehr einem Menschen ablassen. Das Jobprofil eines Algorithmus kann bereits heute sehr anspruchsvoll sein. So besetzt ein Algorithmus beim Hongkonger Unternehmen Deep Knowledge Ventures sogar einen Verwaltungsratssitz.

Das Jobprofil des Menschen wird sich angesichts der Konkurrenz durch Algorithmen wandeln. „Die Rolle des Mitarbeiters ändert sich“, sagt im Stern Dieter Spath, Chef der deutschen Firma Wittenstein, die auf Antriebstechnik spezialisiert ist. Notwendig sei Überblickswissen, man müsse Abläufe kennen, Situationen einschätzen können. „Der Mensch wird Sensor, er wird Akteur und er wird Entscheider.“ Spath ist zuversichtlich, dass nicht die Maschinen die Fabriken beherrschen werden, sondern „der Mensch mit seinen besonderen Fähigkeiten“.

 

Hansjörg Schmid

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