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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Bundesrat betreibt Pflästerli-Politik

Donnerstag, 16. Mai 2019

Am 15. Mai 2019 hat der Bundesrat eine Reihe von Massnahmen zur Förderung des inländischen Arbeitskräftepotenzials beschlossen. Sie zielen darauf ab, die Arbeitsmarktfähigkeit von älteren Arbeitskräften zu sichern, schwer vermittelbaren Stellensuchenden den Schritt in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen und in der Schweiz lebende Ausländer besser in diesen zu integrieren. Die Angestelltenverbände der plattform begrüssen den Ansatz, bedauern aber, dass die Arbeitsmarktintegration von Frauen, welche eine weit grössere Gruppe von nicht erwerbstätigen Fachkräften darstellt, nicht spezifisch thematisiert wurde. Dabei stellt sich auch die Frage, ob diese Massnahmen Teil einer Gesamtstrategie für den Schweizer Arbeitsmarkt sind oder ob der Bundesrat nur eine Pflästerli-Politik betreibt?

Die plattform begrüsst die sechs Massnahmen zur Förderung des inländischen Fachkräftepotenzials, welche gestern vom Bundesrat vorgestellt wurden. Sie fördern die (Re-)Integration von in der Schweiz wohnhaften Personen in den Arbeitsmarkt. Die Massnahmen richten sich vor allem an ältere Arbeitnehmende und Personen mit nicht formalen oder ausländischen Bildungsabschlüssen, welche es schwerer haben, eine Stelle finden. Gleichzeitig bedauert die plattform, dass die Arbeitsmarktintegration von Frauen, eine weit grössere Gruppe von nicht erwerbstätigem Fachkräftepotenzial, nicht spezifisch thematisiert wurde. Gerade Massnahmen, die finanzielle Anreize schaffen (z.B. Individualbesteuerung) oder die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben verbessern (z.B. familienexterne Kinderbetreuung), haben einen signifikanten Erwerbseffekt auf die oftmals gutausgebildeten Frauen in der Schweiz (Link).

Auch die siebte, vom Bundesrat vorgestellte Massnahme, welche eine Überbrückungsleistung für ausgesteuerte Arbeitslose über 60 Jahre vorsieht, ist ein Schritt in die richtige Richtung. "Arbeit muss sich immer lohnen" betont Stefan Studer, Geschäftsführer der Angestellten Schweiz. "Es darf nicht sein, dass Menschen, die ein Leben lang gearbeitet haben, in der Sozialhilfe landen, weil sie keine neue Beschäftigung finden." Was hier fehlt, ist die Einbettung in eine grundlegende Reform der Altersvorsorge, welche sich der Frage des Rentenalters offen stellt." Die Rechnung geht aufgrund des demographischen Wandels nicht auf: Viel zu wenig Beitragszahler stehen einer immer wachsenden Gruppe von Rentnern gegenüber. Die Gewerkschaften werden eine Angleichung des Rentenalters von Mann und Frau, geschweige denn eine Anpassung an die Lebenserwartung, auch in Zukunft vehement bekämpfen.  

 Genauso werden sich die Gewerkschaften gegen das verhandelte Rahmenabkommen mit der EU stellen. Der Bundesrat, der die sieben Massnahmen als flankierende Massnahmen für die Personenfreizügigkeit präsentiert, hat in der Europapolitik das Heft aus der Hand gegeben. Die Schweizer Bevölkerung steht klar hinter der Personenfreizügigkeit und auch hinter dem Rahmenabkommen mit der EU (siehe Studien SRF und gfs.Bern). Die Personenfreizügigkeit hat keine negativen Effekte auf die Beschäftigung in der Schweiz. Im Gegenteil: Die Schweiz profitiert pro Kopf, wie die Bertelsmannstudie 2019 gezeigt hat, auch am meisten vom EU-Binnenmarkt.

 Die plattform vertritt die gemässigten Angestellten in der Schweiz und setzt sich für eine faire und offene Schweiz ein. Sie fordert den Bundesrat auf, die Führung im EU-Dossier wieder zu übernehmen und klar zu kommunizieren, was und wohin er will. Daniel Jositsch, Präsident des Kaufmännischen Verbands schliesst ab: "Ängste müssen ernst genommen und durch griffige Massnahmen langfristig bekämpft werden. Mit der derzeit geführten Pflästerli-Politik verschwinden sie nur vorübergehend."

 

 

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