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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Ist Burnout eine Krankheit?

Mittwoch, 26. Jun 2019

Die Anforderungen und der Stress steigen in der Arbeitswelt stetig, Burnout-Fälle nehmen zu. Obwohl oft von der Arbeit verursacht, ist Burnout vorderhand nicht als Berufskrankheit anerkannt. Für die Angestellten Schweiz ist frühestmögliche Stressbekämpfung oberstes Gebot.

Weder international noch in der Schweiz gilt Burnout als Berufskrankheit. Fast hätte sich das geändert. Ende Mai gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bekannt, dass das Burnout, das Ausbrennen, in die internationale Klassifikation von Krankheiten aufgenommen werde. Am Tag darauf wurde dies korrigiert, Burnout ist nun keine Krankheit, sondern, wie schon vorher, ein arbeitsbezogenes Phänomen.

Die WHO hat die Definition von Burnout geändert. Die Organisation beschreibt es nun als Syndrom aufgrund von chronischem Stress am Arbeitsplatz, der nicht erfolgreich gemeistert wurde. Er ist charakterisiert durch drei Elemente: ein Gefühl der Erschöpfung, zynische oder negativistische Gefühle gegenüber der eigenen Arbeit und eine reduzierte berufliche Leistungsfähigkeit. Die WHO betrachtet Burnout als eine Erkrankung, die sich speziell auf das Arbeitsleben und nicht auf andere Lebensbereiche bezieht.

Die Prävention verstärken

In der Schweiz wird Burnout nicht als Berufskrankheit anerkannt (siehe Anhang 1 der Liste der Berufskrankheiten der Unfallversicherung (UVV)). Der sozialdemokratische Nationalrat Matthias Reynard wollte dies mittels einer parlamentarischen Initiative ändern. Der Nationalrat behandelte diese in der Sommersession, sie wurde jedoch von einer grossen Mehrheit der Räte in der Luft zerfetzt. In seiner Begründung argumentierte Mathias Reynard, dass eine Anerkennung von Burnout als Berufskrankheit „eine bessere Behandlung der Patienten erlauben, die Wiedereingliederung in den Arbeitsplatz erleichtern (indem ein Beitrag zur sozialen Anerkennung des Syndroms gleistet würde) und die Prävention stärken würde“. Die Argumente des Walliser Politikers vermochten nicht zu überzeugen.

Würde die Anerkennung von Burnout als Berufskrankheit eine gezieltere Bekämpfung ermöglichen? Die Antwort bleibt offen. Die Anerkennung würde jedoch zu einer Änderung der Kostenübernahme führen.

Wir können die Augen vor der Problematik nicht verschliessen. Der letzte Job Stress Index vom Herbst 2018 hat aufgezeigt, dass Handlungsbedarf besteht. Der Bericht, der den Arbeitsstress analysiert, kommt zum Schluss, dass der arbeitsbedingte Stress zunimmt.

Was die Angestellten Schweiz tun

Es ist wichtig, so schnell wie möglich zu handeln. Das Arbeitsrecht bietet die Instrumente dafür, wie Pierre Derivaz, Rechtsanwalt bei den Angestellten Schweiz, aufzeigt. In einem früheren Artikel zum Thema Burnout („Immer mehr sind von der Arbeit gestresst“) haben wir bereits betont, wie wichtig es ist, dass die Unternehmen Verantwortung übernehmen und arbeitsbedingten Stress bekämpfen. Ein Recht auf ein Abschalten, wie es gewisse Arbeitnehmerverbände und Politiker*innen fordern, ist prüfenswert. Diverse Unternehmen haben bereits entsprechende Massnahmen ergriffen, eines der bekanntesten Beispiele ist Volkswagen. Das Unternehmen machte 2011 einen Test mit 1000 Mitarbeitern. Diesen wurde zwischen 18:15 und 7:00 Uhr der Zugriff per Smartphone auf ihre geschäftlichen E-Mails blockiert (siehe "Stille Nacht für VW-Mitarbeiter").

Das dritte Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, das die Schweiz umsetzen muss, lautet: Allen Menschen soll es möglich sein, gesund zu leben und das Wohlergehen aller Menschen jeden Alters ist zu fördern. Burnout zu bekämpfen oder zumindest die Fälle zu reduzieren, das heisst für die Angestellten Schweiz für das Wohl aller einzutreten, und der Verband handelt danach. "Wir bieten seit vielen Jahren Seminare zu Burnout und Stress an. Mitte Mai organisierten wir zum Beispiel einen in einem Unternehmen in der Zentralschweiz." Dies sagt Hansjörg Schmid von der Abteilung Weiterbildung der Angestellten Schweiz. Der Verband bildet die Verbandsmitglieder und informiert sie und die Unternehmen via die Informationskanäle der Angestellten Schweiz über das Thema. Hansjörg Schmid ergänzt, dass sich die Angestellten Schweiz zwar auf die Prävention konzentrieren wollen, es aber auch für notwendig sei, die Betroffenen zu unterstützen.

Hoffen wir, dass all dies eines Tages nicht mehr nötig ist und dass das Phänomen Burnout schwindet oder sogar ganz verschwindet.

Virginie Jaquet

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