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Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
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Attraktive Dienstleistungen

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    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
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... für einen Mittelstand mit Zukunft

Kündigung versus Kurzarbeit

Freitag, 26. Jun 2020

Die Kurzarbeit ist ein krisenerprobtes Mittel, das die Konjunktur in zweifacher Hinsicht stützt. Sie soll in unsicheren Zeiten – wie aktuell während der Corona-Krise – dafür sorgen, dass keine überhasteten Kündigungen erfolgen. Davon sollen sowohl die Unternehmen als im Grundsatz auch die Beschäftigten profitieren, indem Letztere bei Kurzarbeit mehr Lohn erhalten, als sie bei Arbeitslosigkeit erhalten würden.

Zu den Voraussetzungen der Kurzarbeit verweisen wir auf unseren Rechtsartikel «Welche Voraussetzungen gelten für Kurzarbeit aufgrund des Corona-Virus» (Stand 27. Mai 2020)

Die Leistungshöhe der Kurzarbeitsentschädigung beträgt 80 Prozent des wegfallenden Lohns.

Eine dieser Voraussetzungen ist die Erwartung, dass durch Kurzarbeit die Arbeitsplätze erhalten werden können (Art. 31 Abs. 1 lit. d AVIG). Im Weiteren darf unter anderem das Arbeitsverhältnis nicht gekündigt sein, ansonsten ist der Anspruch auf Kurzarbeit nicht gegeben.

Kann der Arbeitgeber während einer Kurzarbeitsphase Kündigungen aussprechen?

Grundsätzlich kann der Arbeitgeber auch während der Kurzarbeitsphase Kündigungen aussprechen. Die Kündigungen könnten aber trotz der Kündigungsfreiheit missbräuchlich sein, wenn zum Beispiel der Arbeitgeber im Vorfeld anderweitige Beschäftigungsmöglichkeiten im Betrieb nicht geprüft und überhastet eine Kündigung ausgesprochen hat. Bei Kündigungen von älteren Mitarbeitenden ist die Hürde für Arbeitgeber aufgrund der gerichtlichen Praxis höher. Arbeitgebende haben hierbei zwingend eine erhöhte Fürsorgepflicht, namentlich: Information und Anhörung, Lösungssuche für einen möglichen Verbleib sowie eine Abklärungspflicht vor der Kündigung.

Im Fall der Kündigung hat der gekündigte Arbeitnehmende ab dem Zeitpunkt der Zustellung der Kündigung bis zum Ende der Kündigungsfrist Anspruch auf den vollen Lohn. Ebenso kann der Arbeitnehmende den durch die Kurzarbeit erlittenen Verdienstausfall grundsätzlich vom Arbeitgeber zurückfordern. Der Zweck von Kurzarbeit, nämlich der Erhalt von Arbeitsplätzen, wird nicht erfüllt, wenn den Arbeitnehmenden trotzdem gekündigt wird. Folglich fällt mit der Kündigung auch die Zustimmung der Arbeitnehmenden zur Kurzarbeit dahin und gibt ihnen den grundsätzlichen Anspruch auf die rückwirkende Forderung des erlittenen Lohnausfalls.

Arbeitslosenentschädigung im Anschluss an die Kurzarbeit

Die Rechtsgrundlage für die Arbeitslosenentschädigung bilden die Artikel 8-30 AVIG sowie Art. 3-45 AVIV (Arbeitslosenversicherungsverordnung).

Werden Arbeitnehmende im Anschluss an die Kurzarbeit gekündigt, hat das grundsätzlich auch Auswirkungen auf die Höhe der Arbeitslosenentschädigung. Denn die Höhe der Arbeitslosenentschädigung hängt grundsätzlich vom AHV-pflichtigen Lohn ab, den Mitarbeitende durchschnittlich in den letzten 6 oder – falls vorteilhafter (höher) – in den letzten 12 Monaten vor der Arbeitslosigkeit erzielt haben (= versicherter Verdienst). Der höhere Durchschnitt ist bis zu einem Höchstbetrag von 12'350 Franken versichert. Die Leistungshöhe beträgt 70 bis 80 Prozent des versicherten Verdienstes.

Da ein grundsätzlicher Anspruch auf rückwirkende Forderungen des durch Kurzarbeit erlittenen Lohnausfalls bejaht wird, wäre es folglich stossend, wenn die Arbeitslosenentschädigung aufgrund der zuvor geleisteten Kurzarbeit geschmälert wäre und Betroffene zweimal in den sauren Apfel beissen müssten.

Unser Rechtsdienst prüft gerne die Ansprüche unserer Mitglieder und berät sie im Einzelfall.

Korab Macula, Rechtskonsulent Angestellte Schweiz

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