JavaScript ist in Ihrem Browser deaktiviert. Ohne JavaScript funktioniert die Website nicht korrekt.

Mitgliedschaft Angestellte Schweiz

Ziele der Angestellten Schweiz

  • Bestmögliche Arbeitsbedingungen schaffen
  • Permanente Arbeitsmarktfähigkeit erhalten
  • Aushandlung, Umsetzung und Überwachung der Gesamtarbeitsverträge

Attraktive Dienstleistungen

  • Rechtsberatung und Rechtsschutz
  • Starke Ermässigung bei aktuellen Schulungs- und Weiterbildungsangeboten
  • Prämienvergünstigungen bei Krankenkassen und Sachversicherungen

Mitgliederbeitrag

  • Einzelmitglieder aller Branchen, inkl. MEM-Branche ohne Solidaritätsausweis, bezahlen CHF 150.- pro Jahr.
    Einzelmitglieder der MEM-Branche mit Solidaritätsausweis bezahlen CHF 260.- pro Jahr. Nach Abgabe des Solidaritätsausweises erfolgt eine Rückvergütung von CHF 170.- (Rückerstattung-Solidaritätsausweis CHF 60.- und Zuwendung CHF 110.-). Der Netto-Beitrag beträgt CHF 150.-.
  • Pensionierte bezahlen Fr. 60.- pro Jahr. Dieser Betrag ist nur gültig für bestehende Mitgliedschaften, welche ohne Unterbruch als Mitgliedschaften für Pensionierte weitergeführt werden.
  • Auszubildende bis 26 Jahre bezahlen Fr. 30.- pro Jahr.
Schliessen
  • angestellte teaser schmal

Newsroom

Sich informieren.

Am Puls sein.

Energiesparmassnahmen auf Kosten der Gesundheit?

Dienstag, 22. Nov 2022
Die Arbeitgeber sollen Energiesparmassnahmen auch an den Arbeitsplätzen umsetzen. Dabei dürfen sie aber die Gesundheit der Mitarbeitenden nicht gefährden.

 

Ich leiste gerne meinen Beitrag zum Energiesparen, das ist keine Frage. Mein Arbeitgeber setzt diese jedoch dermassen radikal um, dass ich darunter leide:
  • Die Temperatur im Büro wurde auf 19 Grad gesenkt. Oft ist es auch nur 18 Grad. Ich bin 62 und nicht mehr so mobil. So sitze ich trotz Faserpelz den ganzen Tag schlotternd am Schreibtisch.
  • Licht machen dürfen wir nur noch, wenn es draussen ziemlich dunkel ist. Ich habe zwar eine gute Brille, finde es aber anstrengend, im düsteren Licht Dokumente zu lesen. Davon bekomme ich Kopfweh.
  • Die Lüftung in unserem Grossraumbüro wird nur noch für jeweils zwei kurze Phasen von 10 Minuten am Vormittag und Nachmittag eingeschaltet. Ich habe Angst, dass sich dadurch Corona- und Grippeviren verbreiten können.
Muss ich diesen Winter einfach mit diesen Nachteilen leben? Oder soll ich vom Arbeitgeber verlangen, dass er die Energiesparmassnahmen milder umsetzt?

 

Angelika S.

 

Die Arbeitgeber sind vom Bundesrat aufgerufen, an den Arbeitsplätzen so viel Energie wie möglich zu sparen. Dabei haben sie zwar viele Freiheiten, aber sie sind auch dazu verpflichtet, die Gesundheit ihrer Angestellten zu schützen.

 

Das Merkblatt «Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz im Rahmen von Energiesparmassnahmen» des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco gibt Anhaltspunkte, wie weit die Energiesparmassnahmen gehen können.

 

Angestellte sollen nicht frieren
Eine Raumtemperatur von 18 bis 19 Grad ist für ein Büro zu tief. Gemäss Seco gilt für Arbeitsplätze, an denen sitzend gearbeitet wird, ein minimaler Richtwert von 21 Grad.

 

Zieht man sich wie Angelika warm an, dann geht es in einer Energiemangellage sicher auch mit 20 Grad. An diesem Wert sollte sich Angelikas Arbeitgeber orientieren. Eine tiefere Temperatur einstellen sollte er nur, wenn dies der Bundesrat ausdrücklich empfiehlt. Zum Beispiel, um Blackouts zu vermeiden.

 

Strom für Beleuchtung am richtigen Ort sparen
Das Licht am Arbeitsplatz muss genügend hell sein, um arbeiten zu können ohne Kopfweh zu bekommen. Dazu kann es besonders im Winter auch tagsüber notwendig sein, das Licht einzuschalten.

 

Strom sparen kann der Arbeitgeber, wenn er energiesparende Leuchtmittel einsetzt. Er kann auch die Beleuchtung an Orten dämpfen, wo keine ständigen Arbeitsplätze sind. Dort genügt gemäss Seco eine Lichtstärke von 100 Lux.
 
Gesunde Angestellte gibt es nur in frischer Luft
Geradezu gefährlich ist es, Räumlichkeiten nicht genügend zu lüften. Dann können Angelikas Befürchtungen tatsächlich wahr werden und sich Krankheitserreger verbreiten.

 

Das Seco empfiehlt im Hinblick auf Corona, die Belüftung in den Arbeitsräum aufrechtzuerhalten.

 

Schutz der Gesundheit einfordern
Was Angelika in ihrem Betrieb zu erleiden hat, ist nicht im Sinne der vom Bundesrat empfohlenen Energiesparmassnahmen. Der Rechtsdienst von Angestellte Schweiz rät ihr, das Thema mit dem Arbeitgeber anzusprechen. Er unterstützt sie dabei.

 

Ist von den Massnahmen wie bei Angelika der Gesundheitsschutz betroffen, dann muss der Arbeitgeber die Arbeitnehmenden zur Mitwirkung heranziehen. Gibt es im Betrieb eine Arbeitnehmervertretung, ist diese der Ansprechpartner.
 
Angelika kann vom Arbeitgeber fordern, die Gesundheit der Mitarbeitenden bei der Umsetzung der Massnahmen besser zu berücksichtigen. Damit tut sie sich selbst einen Gefallen – aber auch all ihren Arbeitskolleg*innen.

 

Hansjörg Schmid
Login
Kontakt
Suchen