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Meniskusriss: Glück im Unglück

Montag, 26. Nov 2018

Der Arbeitnehmer Peter Pech verletzte sich am 7. Oktober 2018 bei einem Unihockeyturnier am Knie. Seine Kollegen brachten ihn notfallmässig ins Spital, wo eine MRI-Untersuchung durchgeführt wurde. Auf den MRI-Bildern zeigte sich ein Meniskusriss, der am 15. Oktober 2018 operiert werden musste. Nun hat Peter Pech von der Unfallversicherung seines Arbeitgebers Post erhalten: Die Unfallversicherung gibt an, dass sie die die Kosten nicht übernimmt, weil kein Unfall vorliege. Soll Peter Pech sich wehren?

Die Unfallversicherung erbringt die gesetzlichen Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten. Nun gibt es gewisse Kategorien von gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die quasi den Unfällen gleichgestellt werden. Liegt eine derartige Verletzung vor, so muss die Unfallversicherung ebenfalls ihre Leistungen gewähren. Diese Beeinträchtigungen bezeichnet das Gesetz als unfallähnliche Körperschädigungen. Gemäss Art. 6 Abs. 2 des Unfallversicherungsgesetzes (UVG) zählen u. a. Bandläsionen, Sehnenrisse, Knochenbrüche und Meniskusrisse zu den unfallähnlichen Körperschädigungen, die vom Gesetz aufgelistet werden (sog. „Listenverletzungen“).

Neue Regelung bei unfallähnlichen Körperschädigungen seit 2017

In der Vergangenheit gab es im Zusammenhang mit unfallähnlichen Körperschädigungen erhebliche (rechtliche) Schwierigkeiten. Aus diesem Grund ist am 1. Januar 2017 eine neue Version des Art. 6 Abs. 2 UVG in Kraft getreten. Der neue Gesetzesartikel führt dazu, dass die Unfallversicherung bei „Listenverletzungen“ grundsätzlich ihre Leistungen erbringen muss. Nur wenn sie nachweisen kann, dass die Körperschädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen ist, darf sie ihre Leistungen verweigern. Unfallähnliche Körperschädigungen sind zwar auch heute noch mit rechtlichen Problemen verknüpft, die Ausgangslage ist jedoch insgesamt versichertenfreundlicher.

Peter Pech, der Glückspilz

Peter Pech hatte vor dem unglücklichen Unihockeyturnier in seinem ganzen Leben noch nie Kniebeschwerden. Die medizinischen Akten zeigen – abgesehen von diesem Meniskusriss – ein intaktes Knie ohne Knorpelschäden oder sonstige degenerative Veränderungen. Auch leidet Pech nicht an einer Erkrankung, die schädlich für das Knie sein könnte, wie bspw. Arthrose. Der Unfallversicherung wird es im Fall von Herrn Pech also nicht gelingen, sich aus der Leistungspflicht zu befreien. Sie muss die Kosten übernehmen. Peter Pech hatte somit Glück im Unglück. Hier lohnt es sich, gegen den Entscheid der Unfallversicherung rechtlich vorzugehen, damit sie schliesslich ihre Leistungen erbringen muss.

Haben Sie mit Ihrer Unfallversicherung ähnliche Probleme wie Peter Pech? Dann zögern Sie nicht, den Rechtsdienst der Angestellten Schweiz zu kontaktieren. Wir helfen Ihnen gerne weiter!

Marilena Schioppetti, Rechtsanwältin Angestellte Schweiz

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