Fehlzeiten und Krankentaggeldversicherungen: Was steht auf dem Spiel?
Deine Vorgesetzte hat dich wieder einmal scharf kritisiert. Du bist verunsichert, fühlst dich wütend und gleichzeitig traurig. Die Emotionen holen dich ein und du kannst für eine Weile kaum noch arbeiten. Emotionen gehören zum Job. Sie prägen, wie wir unseren Arbeitsalltag erleben, wie wir entscheiden und wie wir mit anderen umgehen. Ein Lob kann beflügeln, Kritik lähmen.
Viele Menschen haben gelernt, dass Gefühle am Arbeitsplatz stören. Doch Emotionen geben uns Hinweise: Was ist wichtig? Was ist bedrohlich? Wo lohnt es sich, Energie zu investieren? Genau darum sind auch unangenehme Gefühle nicht einfach «schlecht». Positive Emotionen fördern Verbindung und Offenheit. Negative Emotionen dienen als Warnsignal um Aufmerksamkeit zu bündeln und Veränderung anzustossen.
Das heisst: Nicht jede gute Stimmung ist hilfreich, und nicht jede schlechte Stimmung ist schädlich. Für kreative Aufgaben können Zuversicht und Freude förderlich sein. Für sorgfältige Analyse, Konfliktklärung oder das Erkennen von Risiken können auch kritischere Gefühle nützlich sein. Entscheidend ist weniger, ob wir etwas fühlen, sondern wie wir damit umgehen.
Im Alltag sagen wir oft «Emotion» und «Gefühl», als wäre es dasselbe. Fachlich gibt es einen kleinen Unterschied: Das Gefühl ist der bewusst erlebte Teil einer Emotion. Zu einer Emotion gehören oft auch körperliche Reaktionen, Gedanken und ein bestimmter Ausdruck.
Emotionen laufen oft zuerst automatisch ab. Erst einen Teil davon nehmen wir bewusst wahr.
Emotionen können sich auch mischen, zum Beispiel Angst und Wut.
Körperliche Reaktionen auf Emotionen sind zum Beispiel:
Wichtig ist: Solche Reaktionen sind typisch, aber nicht immer gleich. Nicht jede traurige Person weint, und nicht jede ängstliche Person schwitzt
Emotionen sind ansteckend. Wenn in einem Team Nervosität, Zynismus oder Gereiztheit dominieren, spüren das oft alle. Umgekehrt können Ruhe, Zuversicht und Wertschätzung ebenfalls Kreise ziehen. Daher haben Emotionen Einfluss auf Verhalten und Leistung. Führungspersonen spielen dabei eine zentrale Rolle, weil ihre Stimmung und ihr Ausdruck oft besonders stark auf das Team wirken.
Hält ein negativer emotionaler Zustand an, weil eine Belastung nicht verarbeitet werden kann, so macht dies im schlimmsten Fall krank. Die WHO beschreibt Burn-out als ein Phänomen, das aus chronischem Arbeitsstress entsteht, der nicht erfolgreich bewältigt wurde. Dies äussert sich in Erschöpfung und einer zunehmend mentalen Distanz zur Arbeit sowie dem Gefühl von verminderter Wirksamkeit. Eine sichere und gesunde Arbeitsumgebung senkt Spannungen und Konflikte und verbessert Bindung, Leistung und Produktivität. Emotionen sind also nicht nur Privatsache. Sie prägen auch den Arbeitsalltag.
Zum Glück sind Emotionen beeinflussbar. Darum kannst du dir helfen, wenn du unter emotionalen Zuständen leidest oder davon krank geworden bist.
Wir empfehlen dir unsere Web-App «Etwas tun?!». Sie hilft dir, besser mit negativen Emotionen umzugehen. Dabei unterstützt dich unsere digitale Begleiterin für mentale Gesundheit am Arbeitsplatz, «Ella». Mit unserem KI-Avatar kannst du über stressige Situationen bei der Arbeit reden.