Verhandeln über Grenzen hinweg

Was in Berlin als konstruktives Feedback gilt, kann in Italien als persönliche Beleidigung und in Tokio als Respektlosigkeit aufgefasst werden. In einem unsicheren geopolitischen Umfeld ist der Dialog mit dem Ausland jedoch unerlässlich, um neue Märkte zu erschliessen. Andreia Fernandes, Beraterin für internationale Beziehungen, gibt uns einige Denkanstösse zu diesem Thema.

Jede*r erinnert sich an den 1. August 2025: Nach einem abrupten Telefonat mit den USA wurden der Schweiz Zölle von 39 % auferlegt. Die Verhandlungen zur Senkung dieses Satzes forderten anschliessend viel Fantasie von Unternehmer*innen und Politiker*innen, die lernen mussten, dieselbe Sprache wie ihre amerikanischen Gesprächspartner*innen zu sprechen. Das alles, um sich Gehör zu verschaffen.

Und die Geschichte ist noch nicht zu Ende: Angesichts der geopolitischen Unsicherheiten muss ein Land, das jeden zweiten Franken im Ausland verdient, seine internationalen Handelsbeziehungen pflegen.

Andreia Fernandes spricht fünf Sprachen, hat fast siebzig Länder bereist und verfügt über langjährige Erfahrung im internationalen Arbeitsumfeld. Ihr Webinar «Offenheit oder Diplomatie» bildete somit den Auftakt zu unserer Vortragsreihe «Trump, Xi Jinping und dein Arbeitsplatz», die sich auf die Exportwirtschaft konzentriert. Und die Aushandlung neuer Freihandelsabkommen beginnt mit einer zufriedenstellenden Kommunikation zwischen Akteur*innen unterschiedlicher Kulturen. Wie lässt sich das erreichen?

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