Neuro-Was?! Vielfältige Bedürfnisse, Denkweisen und Wahrnehmungen: Wie neurodivergente Menschen den Arbeitsalltag erleben
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Die Anforderungen an Beschäftigte haben sich in den letzten Jahren stark verändert und sind durch Themen wie Digitalisierung, Globalisierung und den Klimawandel deutlich gestiegen. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur die Gesellschaft und Arbeitgeber*innen, sondern auch du als Beschäftigte diese Veränderungen bewusst wahrnimmst und aktiv Massnahmen ergreifst, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.
Die zentrale Frage sollte dabei lauten: Was kann ich selbst tun, damit es mir nachhaltig gut geht?
Selbstfürsorge, oder auch Self-Care, wird facettenreich definiert. In der Fachliteratur basiert Selbstfürsorge oft auf drei wesentlichen Elementen:
Die Umsetzung von Selbstfürsorge kann manchmal echte Herausforderungen mit sich bringen. Dies vor allem, wenn die Anforderungen deiner Arbeit mit deinem Bedürfnis nach Erholung kollidieren. Vielleicht kennst du das Gefühl, wenn ein voller Terminkalender dich daran hindert, dir die Pause zu gönnen, die du eigentlich dringend brauchst.
In solchen Momenten ist es wichtig, abzuwägen: Was kann vorübergehend warten? Und was brauchst du, um langfristig gesund und ausgeglichen zu bleiben? Denk immer daran, dass dein Wohlbefinden die Basis für alles ist, was du leisten möchtest.
Die zentrale Frage lautet nicht mehr «Wie halte ich das aus?», sondern «Was kann ich selbst tun, damit es mir nachhaltig gut geht?» Die Antwort darauf könnte dein wichtigster Karriereschritt sein.
Selbstfürsorge bzw. Self-Care umfasst spezifische Ebenen. Wir können aus diesen Aspekten einige für uns auswählen.
Soziale Self-Care bedeutet, bewusst auf die Qualität der eigenen zwischenmenschlichen Beziehungen zu achten und diese aktiv zu gestalten. Dazu gehört, fördernde und wertvolle soziale Kontakte aufzubauen, zu pflegen und sie als Unterstützung im Alltag zu nutzen. Gleichzeitig bedeutet soziale Selbstfürsorge auch, schwierige Themen wie Konflikte nicht zu vermeiden, sondern anzusprechen und zu klären. Dies ist auch für den Berufsalltag wichtig.
Ein Beispiel bei der Arbeit könnte so aussehen:
Du merkst, dass dich das Verhalten einer Kollegin belastet, weil sie in Meetings häufig über deine Vorschläge hinweggeht und du dich übergangen fühlst. Statt dich zurückzuziehen oder heimlich darüber zu ärgern, sprichst du sie in einem ruhigen Moment direkt und wertschätzend an, zum Beispiel: «Mir ist aufgefallen, dass meine Beiträge in den letzten Meetings oft untergehen. Mir ist wichtig, dass wir beide gut zusammenarbeiten. Können wir schauen, wie wir das in Zukunft anders machen?» Damit sorgst du für dich, indem du deine Bedürfnisse klar kommunizierst, die Beziehung aktiv gestaltest und einem schwelenden Konflikt vorbeugst.
Giftige Beziehungen
Es gibt sie im beruflichen wie im privaten Umfeld. Sie zeichnen sich durch ständige Kritik oder Manipulation aus und sie tun uns nicht gut. Ein erster Schritt ist es, sie zu erkennen. In unserem Video mit Arbeitspsychologe Jan Borer erhältst du einen hilfreichen Einblick in dieses Thema.